19./20.04.2008 - Saisonauftakt: Turnier in Gravenbruch

Ausritt und der Saisonauftrakt: Turnier in Gravenbruch

Samstag

Das Wochenende begann ziemlich früh. Ich wachte bevor der Wecker klingelte um 7 Uhr auf. Es regnete. Das war nicht so schön, da ich ja heute mit Martina ausreiten wollte. Nach einigem hin und her überlegen und mittlerweile nur noch Nieselregen, beschlossen Martina und ich, doch zu versuchen mit unseren Pferdchen ins Gelände zu gehen.

Ihr könntet jetzt sagen: „Wie doof sind die denn? Der Wetterbericht hat doch Dauerregen angesagt.“ Oder so was ähnliches. Aber nein, wir sind ja Optimisten. Und was sagt Momo so schön über Optimisten? Zitat: „Ein Optimist, ist jemand, der selten richtig liegt.“ Und wie Recht sie hat.

Ich fuhr also voller Freude in den Oberwald und machte meine Dicke startklar. Es regnete übrigens fast gar nicht!!! Also bewaffnete ich uns vorsichtshalber mit Regendecke, -jacke, usw.. Ca um neun Uhr waren wir also fertig.

Wie ausgemacht, rief ich bei Martina an, um zu sagen, dass ich mich jetzt auf den Weg machen könnte. Beachte: Es nieselte nur!!! In dem Moment, in dem Martina ans Telefon ging, hörte ich merkwürdige Geräusche auf dem Welldach unserer Stallgasse. Es war so ein leichtes Trommeln, fast so, als würde es in Strömen regnen. Aber das wäre ja quatsch, wo wir doch ins Gelände wollten.

„Hi Martina. Wo bist Du denn? Ich bin jetzt fertig. Bist Du schon nass?“

Martina auf ¾er Strecke: „Nee, geht noch. Bin ja im Wald.“ (Man sollte dazu sagen, dass dies nicht der einzige Grund war, weshalb Martina relativ trocken war. Vielmehr war es so, dass Sie einen Regenmantel trug, wie ihn halt nur die wahrhaftigen Geländereiter haben.)

Ich schaute derweil aus dem Fenster und musste mich fragen, in welchem (Ur-) Wald sich Martina aufhielt?! Es goss, wie aus Eimern!

Wir überlegten kurz, ob des die Möglichkeit gab, dass der Wettergott auf unserer Seite war, und es in der nächsten Zeit aufhören würde zu regnen. Wohl eher nicht (gell, Momo?!). So kam es, dass Martina umdrehte (was mir sooooo leid tut), und ich mit einer zutiefst schlecht gelaunten Gina in die Halle musste. Da wir ja total auf Gelände eingestellt waren (Springsattel mit Sitzfellchen usw.), haben wir einfach so getan als wären wir draußen und trainierten ordentlich in der Halle im leichten Sitz Runden zu ziehen.

Na ja, soweit zu diesem ordentlich schief gelaufenen verregneten Vormittag.

Kommen wir nun zu dem nicht weniger verregneten, aber doch erfreulicherem Nachmittag.

Um halb Zwei holte ich Martina und Lady ab, um nach Gravenbruch zu fahren (das Kamikaze-Halsband von Lady passt übrigens soo schön zu meinem Auto). Nach ungefähr 3 Minuten Fahrt gab es diese Unterhaltung:

Ich: „Wie fahr ich denn eigentlich am besten nach Gravenbruch?“

Martina: „Mmmm, keine Ahnung. Wo ist denn Gravenbruch überhaupt genau?“
Super! Also zwei Volldeppen im Bonbon-Corsa ohne nen Plan, wo sie hin müssen. Da mussten wir alleine durch. Die Blöße wollten wir uns nicht geben und jemanden anrufen und nach dem Weg fragen. Und, ... wir schafften es! Nachdem wir unsere Wissensbruchstücke zusammen geschmissen hatten, fanden wir Gravenbruch, wenn auch mit ner ordentlichen Portion Glück, auf Anhieb! (Ich bin immer noch ein bisschen stolz auf uns, Martina.)

Dort angekommen ließen wir uns erst einmal von den schon erlangten Erfolgen berichten (nachzulesen unter Turniererfolge). Darauf mussten wir wohl erst einmal einen Schluck Sekt trinken. So kam es, dass sich 6 Kamikazes, weit genug entfernt von der Meldestelle (dort hatte man uns nämlich vertrieben, weil wir angeblich zu laut waren – Wer glaubt das schon ;)) sammelten und auf Momos bisherige Ritte anstießen. Nachdem die Flasche geleert war, ging es wieder ans Sportliche.



Na seit ihr auch schon daaahaaa?


Ja Jule versucht aus dem Matsch zu kommen ...

Der Herr Schakkammo wurde ausgeladen und für´s A- Stilspringen fertig gemacht. Während Corinna das Abreiten übernahm und Momo Ihren eigenen Parcours aufbaute, saßen wir anderen auf der Tribüne. Wir konnten es kaum glauben, dass die Teilnehmer des Springens die Hindernisse selbst aufbauen mussten, und fragten uns, wo denn die ganzen Gravenbrucher Vereinsmitglieder waren.





Tante tut mal Warmreiten.


Jule gibt mal Küsschen ...


und dem anderen Jule muss auch gleich noch Küsschen gegeben werden.

Nach einigen Minuten in denen wir unsere Unzufriedenheit über den Zustand der fehlenden Helfer und das mangelnde Interesse der besagten Personen am eigenen Turnier, nicht gerade heimlich diskutierten, mussten wir feststellen, dass die ganze Reihe vor uns auf der Tribüne aus genau diesen Personen bestand.



Das erklärte wiederum, warum die Besagten sich die ganze Zeit umdrehten und so komisch guckten ;).


Na ja, dann haben´s ja wenigstens genau die Richtigen gehört!!!

An dieser Stelle ist wohl der richtige Platz, kurz den Leuten zu danken, die dieses, dieses Jahr zwar sehr matschige, aber ansonsten schöne Turnier organisieren und ermöglichen.





Da und dann dort lang und da rum ...

So. Irgendwann war dann der Parcours auch aufgebaut, der Herr Schakkammo hundemüde, vom langen Abreiten, und es ging endlich los. Es gab wie immer auf solch einem Turnier viel zu lernen, wie z.B. , dass Wertnoten oft ohne ersichtlichen Grund erteilt werden und im Stilspringen nicht das Pferd (egal ob es nur über die Sprünge heizt und kein Absprung passt), sondern der Reiter bewertet wird (der dann mit einer Wertnote von 7,? da rausgeht)! Nun ja, mag sich jeder selbst sein Urteil bilden. Wir taten das ja auch. Und das ist ja mit das Schönste an Turnieren, auf denen man selbst nicht reitet. Klugscheißen ohne Ende und natürlich alles besser machen können. Das ist wie Männer beim Fußball schauen („Den hätt ich ja mit gerochenem Bein rein bekommen!“).





Jackomo und Momo im A Springen

Nun aber zu Momo und Herrn Schakkammo. Wegen denen waren wir ja schließlich da. Die Glocke gab den Start frei. Der erste Sprung ließ uns schon das Herz in die Hose rutschen. Aber manchmal darf man eben doch Optimist sein und hoffen, dass eine Stange, die nicht gerade leicht getroffen wird, liegen bleibt. Herr Schakkammo nahm seine letzten Kräfte und Momo ihr ganzes Herz noch einmal zusammen und beide schafften einen fehlerfreien Ritt, den wir natürlich auf Platz eins gesetzt hätten. Schlussendlich war es der dritte Platz, mit dem wir uns aber auch zufrieden gaben.


Jackomo guckt natürlich, wo das Schleifen bleibt!



Da isses jaaaa!

Dies erlaubte uns abermals ein Fläschchen Sekt zu öffnen. So fanden wir uns nach der Siegerehrung und nachdem wir das Pferdchen wieder sicher auf dem Hänger stehen hatten, am schon erwähnten Platz, fern der Meldestelle, ein und begossen Momos und Jackomos Erfolg. So ging der erste Turniertag in Gravenbruch zu ende.







Für die einen ein Wäscheständer, für die Kamikazers einen Sektbecherhalter *G*

Wir fuhren also in den Oberwald, versorgten die Teba und Jackomo und bereiteten alles für den nächsten Turniertag vor.

Der Tag war allerdings noch nicht zu Ende. Warum sollte ein Tag, der für mich ziemlich doof angefangen hatte, auch so nett zu Ende gehen??

Im Stall alles fertig, wollten wir uns einen gemütlichen Ausklang beim Sushi-Essen gönnen. So weit, so gut. Auf dem Weg nach Frankfurt, gerade auf die Autobahn gefahren, fällt mir wie aus dem Nichts ein, dass ich seit einer viertel Stunde Babysitten muss. Juchhu! Was tun? Umdrehen auf der Autobahn? Wohl eher nicht. So fuhren wir erst noch schnell nach Sachsenhausen, Katzen von Momos Mama füttern und anschließend wieder heim. Mein Abend endete dann mit einem schlechten Gewissen und mit einer ordentlichen Verspätung bei meinen Zwillis auf der Couch. Den anderen hatte ich die Abendplanung natürlich auch gründlich vermasselt, da sie keine Lust hatten noch mal nach Frankfurt zu fahren (komisch, oder?). Ich möchte nun die Chance nutzen, um mich noch mal in aller Öffentlichkeit dafür zu entschuldigen, dass ich Euch so durch die Gegend gescheucht habe:

„Sorry, Sorry, Sorry!!!“

Dies war also nun mein Samstag der 19. April 2008. Der Tag hat mir, wenn man den Vormittag, den Abend und das stets bescheidene Wetter ausblendet, tierischen Spaß gemacht.

Vielen Dank an Celina, Celinas kleine Schwester, Corinna, Markus, Martina, Momo und Sarah. Ich hätte so einen Mistwetter-Tag nicht besser verbringen können als mit Euch!

Eure Jule
Sonntag

Sonntags fuhr ich mit Isabell nach Gravenbruch. Um unsere Mädels anzufeuern und Ihnen bei dem typischen April Wetter beizustehen. Wobei man muss sagen, das das Wetter wesentlich besser war wie am Vortag. Es regnete nämlich nicht mehr. Aber dadurch stand dementsprechend der Platz wo das Gelände für die Wertung der Kreismeisterschaft und der IGV Trophy statt finden sollte, unter Wasser.

Trotzdem - gut gelaunt kamen Isy und meine Wenigkeit endlich in Gravenbruch an. Aber wie am Vortrag verfuhren wir uns. Jaja Weiber unter sich. Das kann nur schief gehen *lach*

Alle waren sie da, unser Dani mit Clärchen, Anja mit dem Rockett und natürlich Momo und Corinna mit Jackomo und Teba. Später kamen noch ganz viele andere Kamikazers zusammen...

Los ging es mit dem E Gelände, wo leider Dani einen nicht ganz so tollen Ritt hinlegt und Anja gab auf. Aber die Bodenverhältnisse spielten sicher eine große Rolle. Später mehr dazu.


Dani und das Clärchen im E Gelände







Anja und Rocket im E Gelände





Gaben hier leider auf. Nächstes Mal wirds besser!



Momo und Teba im E Gelände







Fangemeinde


Herzlichen Glückwunsch ...



... zum zweiten weissen Schleifchen an dem Wochenende.

Momo ergatterte aber eine Schleife. Was natürlich uns Kamikazers nur zum trinken dazu einlud. Jule war morgens ja auch schon mit Momo und Corinna als TT mitgefahren und so stand wieder eine Schaar an Leute auf dem Hängerparkplatz und tranken Sekt und lecker mitgebrachte Maibowle. Gegen das kalte half mitgebrachte Pfläumchen *G*

Prost!


Der Schein trügt, es gab natürlich Aprilbowle


Na was das wohl aussieht *g*


Momos Preis im E Gelände









Später ging es für Corinna und Jackomo auf den Platz.


Corinna und Jackomo im E Gelände







Wieder ging es an den Hänger und wieder wurde gegen den Durst getrunken, den langsam blinzelte sie Sonne raus. Es kamen immer mehr zu uns, Sarah, Heike, Celina und auch Mareike kam mit ner Feile – Fingernägel stutzten *G* Ich sags ja, bei uns ist immer was los.


Wie versprochen ... wer schön sein will ...


... muss leiden *G*


Sarah ist auch wieder da und kämpft sich durch den Schlamm


Kamikaze auf einem Haufen *G*





Irgendwie wusste keiner von uns wie Momo platziert war oder ähnliches und Corinna wurde ganz schön mutig. Weil sie meinte, gewinnt Tebchen das E, reite ich das A mit. Tja und was war…NATÜRLICH ihr könnt es auch schon denken. Momo ritt mit ziemlich ernster Miene zur Platzierung und was hörten wir „Es siegte in dieser Prüfung, Simone von Rabenau auf Teba“ !!! Ich rief zu Corinna rüber: „Da kannste ja jetzt mal dein Tebchen satteln“ Den Wettschulden sind Ehrenschulden *G*



Noch weiss Momo nicht auf welchem Platz sie ist ...


... HAHA und durch den Sieg, reitet Corinna das A Gelände. Super habt ihrs gemacht!













Melanie war auch wieder da...


und wieder ein tolles Bild, trotz Schlammhose ;o)


Kamikaze Fotograf


Öfters mal was Neues *G*


Dieser Sekt ist für Corinna und dem A Gelände reserviert.


Momo und Jackomo im A Gelände







Und sie sind zuhause!

Momo ritt an diesem Auftakt ihre erste VA und es sollte nicht unbelohnt werden. Platz 5 holte sie mit ihrem Professor!!


Kuschelstunde

Da ja einen tollen ersten Platz im E macht, musste nun auch neben Momo, die Corinna aufs Pferd steigen. Wir sollten extra mit einem Extraglas Sekt am Einritt des Platzes stehen, das Corinna noch mal Mut antrinken kann, denn a) war es Corinnas erstes A dieses Jahr, b) waren die Bodenverhältnisse echt mist und c) wurde ein unheimliches Tempo vorgegeben worden, was bei den Bodenverhältnissen eigentlich unverantworltlich war. Aber die Richter dachten nicht im Traum daran, die Zeit hochzuschrauben und so schossen viele Teilnehmer durch das A Gelände um keine Zeitstrafen zu erhalten.

So ging es also für Corinna und Teba ins A Gelände und sie ritten wie die Wildsäue *G*


Corinna und Teba im A Gelände







Und auch die beiden sind nach Hause geritten! Ihr Wildsäue *insider*


Siegehrung und die Sonne kommt endlich raus!





So sieht ein Heimsieg aus! Glückwunsch.






Kamikaze fällt halt auf *G*


Und die Rampenhunde auch *lach*

Ein toller Abschluss für den Auftakt in Gravenbruch

Eure Martina