08.06.2014 - Turnier in Gundernhausen

Das unser Trainingsspringen schon ganz gut klappt war ich so optimistisch eine Eignungsprüfung zu nennen.

Dressurteil in der Abteilung und 4 Sprünge.

In der heimischen Reithalle alles nocheinmal geübt war ich ganz guter Dinge was das Springen angeht. Dressur ist mit Schritt-Galopp Übergang und Rückwärts Richten noch etwas schwer, aber wir sind ja Hauptsächlich zur Übung unterwegs.

Diese Eignungsprüfung war nicht ausschließlich für Jungpferde, so hat Corinna auch genannt.

Guter Dinger und bester Laune sind wir auf dem Weg zur Meldestelle - da gab es schon die ersten Holpersteine denn bei der Nennung ist was schief gegangen und es war nicht klar ob wir überhaupt starten dürfen - aber zum Glück klappte es dann doch und wir waren nicht umsonst gefahren.

Mit Bee noch nicht sehr Turnier und Abreite-Erprobt, wollte ich auf keinen Fall zu spät anfangen um ihr genug zeit zur Eingewöhnung zu geben. Natürlich aber auch nihct länger als nötig im Sattel sitzen.
Ich war in der 2. Abteilung und entschied mich 30 Minuten vor Prüfungsbeginn auf dem Abreiteplatz zu sein.
Zu meinem Erstaunen war Bee gleich recht entspannt und ich trödelte mit ihr zuerst an der hand ein bischen durch die Kinder die noch für den Reiterwettbewerb abritten.

Der Große Springplatz diente als Abreiteplatz und es gab für Bee viel zu entdecken. Bewirtung, Werbebanner, Sprünge Sprungständer und ein Wassergraben.

Auf meine Nachfrage hin das die Prüfung pünktlich beginnen würde, habe ich dann etwas Dressurarbeit gemacht. Die größte Herausforderung war natürlich, Bees Aufmerksamkeit zu bekommen und gekonnt zwischen den Anderen durch und vorbei zu kommen.

Die Siegerehrung der voran gegangenen Prüfung nahte und langsam wurd eich doch etwas nervös. Würde ja schon ganz gern auch einen Sprung machen.
Also informierte ich mich wann Sprünge zum abspringen bereit gestellt werden. Doch irgendwie wusste keiner so richtig bescheid. Aber "selbst bedienen" durfte ich mich auch nicht.

Dann kam die Information - Abreiten wird gleich auf den Dressurplatz verlegt, denn das Dressurviereck soll auf dem Springplatz aufgebaut werden, da in der Prüfung gesprungen wird möchten die Richter das der platz umzäunt ist.

Damit war die Idee hinüber das wir pünktlich anfangen.
Ich ging also sofort wieder zum trödeln über und blieb einfach optimistisch das die kurze Phase dann ausreicht um ein paar Sprünge zu machen.

Dann ging es doch erstaunlich schnell, nach der Siegerehrung rollte der Traktor auf den Springplatz und wir wurden zum Dressurplatz gescheucht, in Windeseile wuselten viele helfer umher schleppten die Vierecksbegrenzug hier hin und Ständer und Stangen Dorthin - und als wäre das nicht schon "schrecklich" genug, wurden auch noch Stühle und Tische mit Tischdecken quer über den Abreiteplatz getragen.

Da an Dressur jetzt soweiso nicht mehr zu denken war machte ich ein paar Sprünge - und die Bee machte das auch toll, als wäre sie dankkbar eine lösbare Aufgabe zu haben wurde sie durch das springen sogar ruhiger und rittiger.

Optmistisch das es nun gleich los geht, denn gerade gefahren ist der Platz und der kleine Parcour steht auch schon im Viereck, hielt ich Bee im lockeren Trab auf dem zufriedenen Level.
Doch so lange traben kann ich dann doch nicht. Die Sprünge werden ausgemessen, um 5 cm verschoben, abgebaut, neu aufgebaut, wieder gemessen, nochmal verrückt, ein bischen höher tiefer mehr nach rect sund nach links und dann zurück und von vorn ich dachte ich fall vom Pferd.

Irgendwann zwischendurch wurde auch mit der tollen Sprenkelanlage noch gewässert und versehentlich auch kurz der Abreiteplatz, das hätte ich ja beinahe vergessen zu erwähnen.

Ich glaube ich habe zu dem Zeitpunkt andem es dann endlich für uns los ging, schon über eine Stunde im Sattel gesessen.

Bee war davon allerdings wenig beeindruckt. Viel beeindruckter war sie von dem nassen Boden und dem Pitsch-Patsch-Pitsch-Patsch des Pferdes hinter uns.
Und das Ping-Tsching-Ping wenn die Bröckchen an das Dressurgatter fallen, waren sozusagen eine unfreiwillige treibende Hilfe.

Nun dachte ich, beim Springen können wir punkten. Konnten wir aber nicht.
Sprung 1 war sehr zögerlich denn dahinter im Gebüsch lagen gefährliche Dinge die Pferde fressen, so huschte Bee unwillig darüber, machte einen Fehler und wollte durchstarten - nur mit fiesem Zügeleinsatz konnte ich sie daran hintern das Viereck zu verlassen. Generell war das Viereck sehr eng und der weite Platz auf dem wir ja eben noch rum geritten sind, lud Bee dazu ein die Begrenzung nicht für voll zu nehmen.
Der nächste Sprung gelang uns gut nur beim dritten musste ich einen Vorbeiläufer kassieren, bevor es dann wieder gut klappte.

Am Ende gab es eine 5,9 und somit waren wir erste von Hinten :)

Corinna aber hat den Vogel dann noch abgeschossen. Aurora lief so gut wie selten, aber das verreiten und wehemente kommentieren dieses Faux Pas wirbelte sie auch nach hinten ins Feld.
war leider zu auffällig und wer es nicht gesehen hat, der hat es dann gehört! ("verdammte Scheiße, wie kann ich nur so Blöd sein?!")

Wer uns kennt dem ist klar - das Lachen ist uns trotz dieser Geschichte nicht vergangen. und nach dem Turnier ist vor dem Turnier :-)

Martin Diehl von Jagdfotos.de hat noch ein paar wirklich schöne Bilder gemacht - allein dafür hat sich der Aufwand ja schon gelohnt :)

Abreiten mit Regenbogen :)


Endlich beim abspringen


Brave Bee!


Was machen die denn da so ewig????


Endlich im Viereck: die weißen Dinger waren aber eben noch nicht da...


Trab durch die Diagonale


Sprung 1 - die Stange fällt...


Sprung 2 klappt ganz gut…


Oups das war wohl nix…


Corinna - versuch Du Dein Glück!


Corinna kann nicht glauben das sie sich verritten hat….!


Corinna über Sprung 1


Sprung 3 auch sehr schön!


und ab ins Ziel :-)

Momo und Corinna