Urlaub im Norden

Corinna und Momo - Urlaub im Norden

Vorbereitungen:
Corinna und ich sollten 2 Wochen Urlaub machen. Die ersten Tage sollte es in das bekannte Ausbildungszentrum in Luhmühlen gehen, bei welchem auch die deutschen Meisterschaften der Vielseitigkeit ausgetragen werden. Wir freuen uns auf 14 Tage tolles Gelände, anspruchsvolle Militarystrecken und Entspannung und Erholung. Corinna und Teba haben sich angemeldet am Ende der ersten Woche einen Geländelehrgang in Luhmühlen mit zureiten. Für Jackomo und mich wäre das noch nichts, ich möchte ja den Fesselträger nicht überanspruchen. (Für alle die es nicht wissen, Jackomo hatte sich im Oktober 2006 bei einem Koppelunfall in den Fesselträger getreten. Dieser - so sagt man - ist erst nach einem Jahr wieder 100% regeneriert.) Nach den Trainingstagen in der Lüneburger Heide soll die Reise dann noch etwa weiter nördlich gehen. Auf die Insel Fehmarn. Hier wohnt mein Onkel und ich wollte schon immer gerne Jackomo das Meer zeigen. Teba kennt es ja schon, zumindest das Watt an der Nordsee. Fehmarn liegt in der Ostsee, hat wenig Ebbe- Flutunterschied. Jackomo hatte gerade seine Hinterhandzerrung auskuriert und es sind nur noch wenige Tage bis es losgehen sollte. Nun, so ganz gesund wollte er dann doch nicht die Ferien beginnen, Mauke an einem Fuß, hatte er noch nie aber 5 Tage vorm Urlaub kann man das ja mal bekommen. Wo sonst hat Frauchen so viel Zeit zum säubern und salben wenn nicht im Urlaub?

Noch vier Tage bis zur Abfahrt. Jackomo hat ein tränendes zugekniffenes Auge. Eine Bindehautentzündung wurde von der Tierärztin diagnostiziert. Nicht weiter schlimm, eine Salbe da gelassen und die Geschichte sollte noch 3 Tagen gut sein. Geht ja noch. Wollen ja kein kränkelndes Pferd im Urlaub haben. Wenigstens ist Teba 100% fit und kann richtig trainiert werden als Ausklang der Vielseitigkeitsturniere und als Einklang für de Jagdsaison! Aber was Jackomo kann, kann Teba schon lange. 2 Tage vor der Abfahrt tobte sie so sehr das sie das Gleichgewicht verlor und sich auf die Fratz gelegt hatte. Am Knie und an den Röhrbeinen Verletzungen. Hoffentlich wird sie nicht lahmen, hoffentlich bekommt sie keinen Einschuss... mit der Unterstützung unserer großartigen THP Andrea haben wir uns mit Globuli Aloe Vera und optimistischen Gedanken dann doch getraut und So begann der Urlaub.

Tag 1: Abfahrt
Um 6 Uhr aufstehen, alles fertig machen, noch die Zahnbürste einpacken und dann in den Stall. Pferde ein bisschen sauber machen, verladen, noch den Land Rover Tanken und um 8 Uhr sind wir 6 unterwegs gewesen, Richtung Ausbildungszentrum in Luhmühlen. Es war eine nette Fahrt, zwar viel Verkehr aber von wirklich großen Staus blieben wir verschont. Irgendwo vor Hildesheim saß ich am Steuer. Ja und was meint ihr was passierte?! Ein Warnsignal leuchtete auf. Ich habe einen mittelschweren Schock erlangt, aufgrund meiner Pannengeschichte vermutete ich gleich das schlimmste. Corinna blieb erstmal cool, suchte die Nummer von ihrem Mechaniker raus (ein Jagdreiterkollege von uns) bei dem der Wagen kurz vor dem Urlaub in Inspektion war. Wir steuerten die nächste Raststätte an und ich kramte das Handbuch hervor. Motorleuchte. Aha. Meldet Störungen im Motorraum. Hatte ich beim Alfa auch mal, da war ein Kabel kaputt und musste ausgetauscht werden. Gino, der Mechaniker meinte auch es dürfte eigentlich nix schlimmes sein, ob wir im Stau o. ä. gewesen wären - ja kurzer Stau und die Kasseler Berge, da musste der kleine Freelander mit den 2 Pferden im Hänger ordentlich arbeiten. So was könnte einen Motor schon mal durcheinander bringen. Wir sollen den Wagen mal 10 - 15 Minuten ausgeschaltet lassen und dann sollte das Warnsignal auch weg sein.
Naja, so einfach soll das sein? Wir gehorchten, gingen auf den Pisspott, wechselten die Sitzplätze und Corinna schaltete den Wagen wieder ein. Keine Leuchte. Klasse. Also geht’s weiter. Auf die Autobahn gefahren, wieder zwischen den LKWs eingereiht. Dann doch: die gelbe Motorumrandung blinkte auf der Anzeige. Shit! Mir wurde es ganz komisch. Aber dann der richtige schock, aus dem Auspuff kam fiesester tiefschwarzer Qualm. Der Landy verlor an Energie, zog nicht mehr richtig. Wir sind vorsichtig auf den nächsten Parkplatz gefahren. Mit meiner Erfahrung von zwei Motorexplosionen, einem defekten Klimakompressor und abgerissenem Benzinschlauch wusste ich, das es sehr wahrscheinlich ist das der Land Rover nicht mehr weiter fahren kann. ADAC angerufen: „Wir haben eine Panne. Kurz hinter Hildesheim. Bitte setzten sie uns ganz oben auf die Liste, wir haben zwei Pferde dabei die stehen hier mit uns und warten.“ Die vom ADAC waren sehr nett und vergewisserten mir das wir erste Priorität seien. Da standen wir nun. Nachdem wir die Hunde aus dem Kofferraum gelassen und einen kleinen Spaziergang über den Parkplatz gemacht hatten bekam ich langsam meine Fassung wieder und die Gehirnzellen fingen an zu arbeiten. Wild wurde telefoniert. Corinna hatte wieder Gino und ihren Cousin angerufen, die ihr Möglichkeiten aufzählten was an dem Wagen defekt sein könnte. Währenddessen kümmerte ich mich darum, wie unser Plan B ausfallen würde wenn der Land Rover tatsächlich abgeschleppt wird. Was mit dem Pferdeanhänger? Selbst WENN wir jemanden von zu Hause mobilisieren könnten, das dauert mindestens vier Stunden bis die bei uns sind. Ria und Balou wurden auf dem Parkplatz an einen Baum angebunden. Sie guckten wie arme ausgesetzte Hunde und neben all meiner Panik hatte ich echt ein bisschen Angst jemand könnte die beiden mitnehmen, arme ausgesetzte Hunde... Corinna meinte dann, ob nicht jemand aus dem Forum irgendwo in der Nähe wohnen würde! Natürlich! Ich hab sofort Sonja (bluesunday) angerufen. Sie erklärte sich gleich bereit weitere Schritte einzuleiten und telefonierte mit Sandra (Buschreiter) da sie ein Auto mit Anhängerkupplung hat und für den Notfall hatten wir nun unseren Plan B. Ich liebe dieses Forum! Nach schnellen aber endlos erscheinenden 25 Minuten war ein gelber Engel bei uns. Ein absoluter Tierfreund wie sich herausstellte. Nach kurzer Vorfallbeschreibung und Motorbeschauung hatte er auch schon den Übeltäter gefunden. Ein Schlauch vom Turbolader hatte den Anstrengungen der Kassler Berge nicht standhalten können und war geplatzt. So konnte der Wagen keine volle Zugkraft mehr entwickeln und es kam mehr Öl in den Motorweg weshalb es so gruselig qualmte. Weiterfahren geht auf keinen Fall. Reparieren könnte funktionieren. Vor Ort baute der Mann die Abdeckung des Turboladers ab und klebte den defekten Schlauch mit Tapeband. Ob wir so bis zum Zielort kommen können war allerdings noch unsicher. Dadurch das der defekte Schlauch nun wegen dem Klebeband keine Möglichkeit mehr hatte sich auszudehnen, lastete mehr Druck auf dem anderen Schlauch, der in ähnlicher Verfassung war, also auch nicht mehr der jüngste. Wir sind im Schneckentempo dem ADAC auf dem Standstreifen gefolgt bis zu einer unoffiziellen Abfahrt. Hier haben wir kurzerhand den Anhänger abgekuppelt und Corinna und der ADAC-Mechaniker machten sich auf zu einer Probefahrt. "Mal richtig den Motor testen" Und ich? Ich habe schnell wieder Blue angerufen und eine Dreiviertel-Entwarnung gegeben. Optimismus ist mein 2. Vorname. Meistens zumindest. In diesem Fall völlig berechtigt, Probefahrt war ein Erfolg, wir konnten eine Weiterfahrt im niedrigen Drehzahlbereich wagen. Was ein Glück hatten wir alle Berge hinter uns und kamen dem Ziel behutsam bei 2 tausend Umdrehungen näher. Die Plus-Mitgliedschaft habe ich vor Ort noch abgeschlossen. Ich trau keinem Auto mehr übern Weg, scheine ein Händchen für so was zu haben... Hoffe ich darf trotzdem hier und da noch mal mit euch Kamikazern mitfahren.

An dieser Stelle auch noch mal ganz doll danke an Blue & Buschi, ihr wärt meine einzige Rettung gewesen. ... achja, die beiden ausgesetzten Hunde haben wir natürlich wieder reingesetzt.






wie lange dauerts denn noooooooch?


Gegen 18 Uhr (ja, nach ZEHN Stunden) sind wir dann am Ziel angekommen. Die Pferde in ihre Urlaubsboxen gestellt... naja, das eine war eher ein Böxchen. Ein Ansprechpartner war wie angekündigt nicht mehr vor Ort aber die einzigen freien Boxen waren mit "Winter" markiert und daher deutlich für uns bestimmt. Jackomo zog in die große und Teba in die Ponybox. Ärgerlich, vor allem weil in einigen großen Boxen Ponys standen. Das war nicht schön, nach so einer langen Fahrt das Pferd in eine kleine Box stellen zu müssen. Aber Teba wälzte sich sofort, knabberte ihr Heu und löschte ihren Durst. Also sie fühlte sich wohl genug, das wir uns 600 Meter weiter machten, zu unserer Pension.
Das Zimmer war freundlich und sauber, die Gastgeberin herzlich und so dauerte es auch nicht lange dass wir uns richtig wohl fühlten. Ein schmackhaftes Abendessen und Diskussionen über den aufregenden Tag, die kommende Woche und Überlegungen wo wir eine Werkstatt finden würden die den Schlauch austauscht bevor wir den Rückweg über die Kassler Berge antreten müssen.

Tag 2 Sonntag: Die Heide
Angekommen, Ausgeschlafen, gut gefrühstückt. Aber wo ist eigentlich die Heide? Ist ja ganz schön in Luhmühlen, aber wo ist das berühmte Heidekraut "Erika"? Und wo ist hier die Military Strecke? Und hat es Teba ohne Schrammen in ihrer Box überlebt? Wie sehen ihre bisherigen Schrammen aus? Ist Jackomos Auge wie geplant wieder okay? - Auf in den Stall, hochoptimistisch das jetzt endlich der Urlaub anfangen kann. Angekommen im Stall empfangen uns zwei ausgeschlafene Pferdchen, welche scheinbar ohne großen Schaden zu nehmen die Nacht überstanden haben.
Also geht es los, putzen, umziehen satteln und los die Heide suchen! Und den Vielseitigkeitsplatz! Aber was sehe ich da? Karl Dall ist auferstanden, Jackomo will sein Auge nicht aufmachen. Och Menno! Sicher durch die lange Hängerfahrt wieder ein Zug geholt welcher die Entzündung wieder entfacht hat. Aber die Salbe habe ich ja dabei. Also mach ich weiter wie ich aufgehört habe und schmiere Salbe ins Auge. Das liebt Jackomo *Achtung Ironie* er kniff das Auge zu, zappelt mit dem kopf, reckt sich hoch in die Luft oder dreht sich weg, versteckt das Auge zwischen den Vorderbeinen und was weis ich was für Scherze. Irgendwann gewinne ich dann doch diesen Kleinkampf und auf geht es das Gelände erkundigen! Ca 800 Meter an einer Strasse entlang und dann offenbaren sich großartige Reitwege in verschiedene Richtungen. Grob rechts soll der Vielseitigkeitsplatz sein. Wir finden nix. An Maisfeldern vorbei, große Pferdekoppeln entlang kommen wir an einen Bach. Einer der größeren Sorte mit einem Brückchen. Auch wenn diese nicht zu 100% vertrauenserweckend aussah ritten wir darüber, vorangegangene Pferde schienen das auch überlebt zu haben was Hufspuren im Sand verrieten.


Da Balou auch dabei war und ja nicht mehr der jüngste ist wollten wir umdrehen, doch zwischen den Bäumen blitzen Zäune und Gebäude hindurch, neugierig nahmen wir noch eine Kurve und Tataaaa: Da war er, der Geländeplatz von Luhmühlen!



Ria hatte übrigens angst vor denen ^^

Er war etwas anders als wir uns vorgestellt hatten, kompakter nicht so weitläufig und offen gestanden auch nicht so anspruchsvoll. Würde sagen die Hindernisse auf dem Platz gehen bis L. Aber in der nahen Umgebung standen ziemliche Kracher. Hindernisse der vier Sterne Strecke. Außerdem Fahrhindernisse und 2 angelegte Wasserstellen zum hinein reiten. Das taten wir natürlich auch gleich, beobachteten etwas die Reiter auf dem VS Platz und machten uns dann im Schritt auf den Heimweg. Weder Teba noch Balou wären fit genug gewesen für einen kleinen Aufgalopp, dafür haben wir ja noch Zeit wenn Tebas Sturzverletzungen 100% abgeheilt sind! Geländeplatz gefunden, Heidekraut aber nicht.



Das Gelände in Luhmühlen


Zurück im Stall stellten wir erfreut fest dass wir nun die Stallgasse für uns hatten. Sofort zog Teba um, Gegenüber von Jackomo in eine geräumige große Box.
Wir haben in unserer Pension auch eine Karte gefunden in welcher die Heideflächen eingezeichnet sind. Nur weil sich etwas Heide nennt ist nämlich noch lang keine Heide da. Die richtige Heide ist zum hin-und hindurch reiten auch zu weit weg. Man müsste verladen. Aber mit dem kaputten Landi war daran erstmal nicht zu denken.

Tag 3 Montag: Die echte Heide, die echte Geländestrecke
Pflichtbewusst wie wir nun mal sind haben wir uns gleich als erstes darum gekümmert das der Land Rover eine Werkstatt findet. Freundliche Angestellte versicherten uns dass am Mittwoch oder Donnerstag der Wagen repariert werden würde. Im Stall erwartete uns eine neue Überraschung, Teba hat ihren Kopf unschön dekoriert, 2 Schrammen, eine oben neben dem Ohr und eine fett auf der Stirn. Was zum Henker hat die Stute da gemacht? Naja, da die am Knie schon sehr gut verheilt war konnte Corinna so wenigstens ihren Schmier-und-Eincrem-Rhytmus beibehalten. Aber Jackomo will sich ja nicht die Show stehlen lassen, das Auge suppte weiterhin und die Mauke wurde ja auch brav 2x am Tag von Frauchen behandelt. Heute wollten wir uns das Gelände noch einmal genauer ansehen und so blieb Balou im Stall. Der Reitweg der nach der Straße begann führte uns ca 2 km einfach schnurgeradeaus, vorbei an Jährlingskoppeln und wirklich ein Platz an dem man das Rennen Jackomo vs. Boris ausführen könnte. Leider ca 500 km zu weit weg von daheim. Um nicht ganz in der Stille unter zu gehen war wieder ein bisschen Action angesagt, eine Kutsche kam uns entgegen. (ja der Reitweg ist so breit das problemlos eine Kutsche darauf Slalom fahren kann) aber nicht breit genug für Ria. Nachdem der mutige Jackomo und die ehrgeizige Teba sich an dem Horrorgefährt vorbei getraut hatten blieb Wuff-Wuff-machend ein gepunktetes etwa zurück. Der Schwanz eingezogen, die Augen aufgerissen, im Sicherheitsabstand von mindestens 30 Metern. Wenn sich etwas an der Kutsche rührten auch mal mehr Meter. Kein Rufen, kein Locken, kein Betteln half sie an diesem gruseligen Ding vorbei zu bekommen. Peinlich. Die zwei Kutschenführer und der angespannte Haflinger mussten Ria für bescheuert hallten. Ich tat das übrigens auch. Nach ein paar Minuten ohne sichtbaren Erfolg scheuchte der Kutschführer Ria vor sich her bis an eine Stelle an der sie problemlos über ein Gräbchen auf eine benachbarte (unbewohnte) Weide hüpfen konnte. Da sie jetzt weiterhin ihren Sicherheitsradius einhalten konnte, kein Baum, kein Strauch im Weg war, durfte die kleine Kutsche passieren. Der Ausritt konnte weiter gehen und es gab keine weiteren Verzögerungen mehr. Wir beschlossen für den nächsten Tag einen gemütlichen Galopp entlang der Strecke, das sollte auch Jackomo aushalten! Wir stellten die zwei Zossen zurück in ihre Boxen und beschlossen mal die echte Heide zu besuchen. Beim Hof Sudermühlen parkten wir und spazierten durch richtige lila leuchtende Heide. Reitwege umsäumten die Wege und eines war klar:Ees muss noch mal hier in der Heide geritten werden!






Den Weg schafft der Land Rover bestimmt ist nicht weit! Im Cafe wärmten wir uns mit einem Latte Macchiato und erfuhren dann Details von einer weiteren Geländestrecke. In Sarendorf. So haben wir uns den Weg mit dem Auto erklären lassen und WOW! So was habe ich noch nicht gesehen, ein Wahnsinn. Dieses Gelände war so wunderschön, so vielseitig - einfach ein Traum. Wir spazierten einen Hügel hinauf und entdeckten weitere Hindernisse, um das Wäldchen herum noch ein paar Sprünge, da um die Ecke: weitere Geländehindernisse. Alles was das Herz begehrt: Gräben, Hecken, Aufsprünge, Absprünge und teilweise richtig hoch. 2-Sterne wie wir später in Erfahrung bringen konnten. Wir konnten nicht genug gucken, spazierten immer und immer wieder um neues zu entdecken, ich hörte schon die Pferde schnauben und zählte vor meinem inneren Auge die Galoppsprünge ta-tam, ta-tam eins-zwei Aufsprung ta-tam Absprung, ein bisschen links und zwei-drei Hecke.... oooh was würde ich dafür geben jetzt mein Pferdli hier zu haben und mal auszuprobieren was in uns steckt. Aus meinen Gedanken wurde ich gerissen als zwei Reiterinnen das Feld betraten. Corinna und ich setzten uns auf einen Sprung (der ist mindestens L da gehen die ja so schnell nicht drüber) und beobachteten die beiden. Was die wohl alles springen würden? Ob die L reiten? Ob die hier über die richtig hohen Sachen springen? Sie sahen jetzt vom Warmreiten nicht aus wie junge Reitgötter, aber einer traute ich schon L zu. Tja wir täuschten uns gewaltig und mitsamt unseren Spekulationen wurden wir ganz klein - mit Hut. Zum Warmspringen starteten die Mädels mal über eine Tisch-Schweinestall-Schürzen-Serie die ich vielleicht als Höhepunkt geritten wäre um stolz zu Hause davon zu berichten. Als es so richtig los ging kam noch eine dritte, allerdings ohne Pferd. Schnell kamen wir mit ihr ins Gespräch, sie war zum dabei sein engagiert falls jemand stürzt. Sehr vernünftig. Die Reiterinnen sind Geschwister und das was die eine da gerade macht, - ach sie reitet die zwei Sterne Strecke ab. "Nur mal so". ha. Hatte ich schon erwähnt dass Corinna und ich ganz klein mit Hut waren? Wir stellten fest dass wir falsch aufgewachsen sind, als die "Aufpasserin" ebenfalls preisgab mit ihren beiden Freundinnen ein Sterne Prüfungen auf dem Turnier zu reiten. Und dann kam auch noch ihr Papa mitsamt Buschpferd um die Ecke. Hier zu wohnen bedeutet wohl einen Trakehnergraben, in dem ein Trakehner passen würde, als normal zu empfinden. Corinna guckte sich die vorsichtigere der beiden Schwestern aus und wir fragten sie ob sie auch fremde Pferde reitet. Wir suchten einen Jockey für Teba, der mehr Erfahrung und Können besitzt als wir. Sie war sichtbar verlegen und verwies auf ihre Schwester. Sie selbst würde nur ihr eigenes Pferd reiten, seit fünf Jahren. Die kleine Schwester (sie ist 17) war neugieriger darauf und so verabredeten wir eine Springstunde für den nächsten Tag. Natürlich erstmal über Stangen, Sicherheit geht vor. Wir waren sehr gespannt darauf und Corinna wünschte sich das sie Teba am Ende mal über einen Graben reiten würde, da wir dies noch nie trainieren konnten - und auch nicht wüssten wie man so was anfängt. In diesem Moment wurde auch entschieden das Teba wegen ihrer Verletzungen nicht mehr geschont werden muss - dank der Globolis war eh alles super verheilt und die Schrammen am Kopf - darauf muss sie ja nicht laufen!

Den Rest des Tages verbrachten wir in Reitsportgeschäften. Davon gab es hier jede Menge! Meine Mutter bekam direkt eine SMS von mir: "Bitte überweis mir Geld von meinem Sparkonto, ich muss hier Schnäppchen jagen gehen!"



da geht mein Reiterherz auf :)

Tag 4 Dienstag: Wassergraben
Termine, Termine, um 8 uhr Frühstück (wie schon die Tage zuvor) aber diesmal mussten wir zügiger Frühstücken und konnten nicht so viel plaudern weil um 10 wollte unsere Bereiterin Tebchen testen! Im Stall entdeckten wir eine Stute ohne neuer Schrammen, aber einen Jackomo mit weiterhin suppendem Auge. Er hat schon am Vortag eine Fliegenhaube gekauft bekommen aber nichts half. Corinna diagnostizierte eine mögliche Resistenz gegen die Augensalbe da er diese ja recht schnell einmal abgesetzt bekommen hatte. Also telefonierte ich mit meiner Tierärztin um nach Rat zu fragen. Wir beschlossen eine neue Salbe zu besorgen und zu hoffen das es dann endgültig weg geht. Er wurde ebenfalls gesattelt und beim warm reiten erzählte ich alles was man so über Teba wissen muss. Teba hörte auch aufmerksam zu und vollführte gleich ein schreckschrauben-umdrehen-mit- -schweineschnaub-und-dreifachem dings, als wir an eine stelle des springplatzes kamen an der der boden noch feuchter war - und somit eine andere Farbe hatte. Ich beschloss lieber nichts mehr (vorraus)zu sagen. Nicht das Teba noch mehr von dem vollführte was ich anpreise. Aber die beiden kamen im Verlauf sehr gut miteinander zurecht, Teba akzeptierte die Reiterin zu 100% und das unglaubliche geschah: sie sind über einen baluen auf dem boden liegenden Plastikwassergraben gesprungen. OK, Jackomo als Führpferd und Teba mit Satz und Augen aufgerissen, aber sie haben es getan und zwar mehfach! Ich bin jetzt noch begeistert, jeder der die Stute kennt und ihre Phobie vor dingen die A) blau sind B) aussehen wie eine Plane oder C) am Boden liegen machen ihr panische angst. und dieser Wassergraben beinhaltet ja bekanntlich alles davon. Für den nächsten Tag waren wir dann erneut verabredet, für das Gelände! Um dem bösen Auge nun den Krieg an zu Zetteln suchte ich eine Apotheke auf, fragte nach der Faxnummer und gab diese an meine Tierärztin weiter. Die Dame in der Apotheke bekam dann das Rezept zugefaxt und ich habe eine neue Augensalbe mit genommen. Jetzt muss ja alles gut werden. Den Rest des Tages nutzen wir um ein weiteres Mal die Heide zu besuchen und noch ein bischen in Geschäften zu stöbern.

Tag 5 Mittwoch: Wasser und Gräben
Der Tag des Regens. Ja, es regnete. Als ich den ersten blick aus dem Fenster tat, als ich beim Frühstück in die Ferne blickte, als wir in den Stall gefahren sind, während wir sattelten und auch als ich mit dem Mädel zum Geländeplatz ritt. Es regnete. Aber so richtig begann der Wolkenbruch erst als wir beim Platz angekommen waren, dort, wo es keine Möglichkeit zum Unterstellen mehr gibt. Schnell war klar das jetzt eh alles zu spät ist und wir sowieso allemann richtig nass werden. Der Boden konnte glücklicherweise viel Wasser schlucken und so versuchten wir normal ab zu reiten und das Nasse Wetter zu ignorieren. Ziel war, die Pferde über einen offenen Graben zu reiten. ich wollte auch mitmachen, denn Jackomo stellt sich da ja nicht gerade Lehrpferdemässig an. gespannt schaute ich zu wie Teba es macht. Erstmal garnicht, aber hinreiten, hinreiten, hinreiten und die Stute hatte einfach keine andere Wahl als abspringen. Respekt! Das hätten wir nicht so einfach gekonnt. Klasse! Ja und nachdem die Stute es malkapiert hatte wurde jeder Sprung lässiger. Jetzt wollte ich nachahmen. Ging völlig in die Hose. Hinreiten, hinreiten, hinreiten - war Jackomo egal. Der Fels in der Brandung stand er ohne eine Miene zu verziehen im strömenden Regen. Klein-Momo oben drauf, rackert sich einen ab mit Gerte Sporen kreuz schenkel stimme willen und allem was mir eingefallen ist. Aber Jackomo "och-nöööö" aber ich hab nicht aufgegeben und mit vielen neuen Anläufen, tränen in den Augen und zornigem Gebrüll machte er dann irgendwann bei Versuch siebenhunudertzwölf einen Hoppsasa über das Gräbchen. JUHU! - Gleich nochmal. Aber Jackomo hatte nix dazu gelernt und verankerte vier Füße fest im nassen Boden. - so kenn ich ihn. Stur! Aber er kennt mich auch: unnachgiebig! Und so wiederholte sich das Schaubild noch einige male und ich gab mich erst zufrieden als er mit einem kurzen Stop noch sprang. Teba übte derweil bereits an einem anderen Graben der ihr nicht so gefiel, aber auch umdrehen, wegspringen und steigen konnte die Reiterin nicht abschütteln und irgendwann machte sie auch den Graben in der Senke sehr brav. Nachdem Corinna die vierte Jacke durchregnen hat lassen, beschlossen wir das es genügt und wir fahren mit dem Hänger zurück zum Stall. Nachdem wir irgendwie uns und die Pferde halbwegs trocknen konnten verbrachten wir den Rest des Tages im Reitsportgeschäft. Was soll man bei so einem Regen auch sonst tun? - Achja, den Land Rover in die Werkstatt bringen!

Tag 6 Donnerstag: Pferdeleute die besser in der Pommesbude arbeiten sollten

Für diesen Tag hatten wir einen Nachmittags-Ausflug nach Braunschweig geplant, mit einem frisch ausgewechseltem Schlauch im Auto zu meinen Großeltern. Aber natürlich kümmerten wir uns vorher um unsere Pferde, was wieder mal sehr nötig war. Nachdem wir etwas Zeit zum Frühstücken hatten und in den Stallungen eintrudelten wars auch schon wieder vorbei mit der Ruhe. Ein Hufschmied war am Stall. In dieser Gegend kommen sämtliche Pferde aus benachbarten Ställen zum Ausbildungszentrum wenn der Schmied XY dort beschlägt. Das hatte zur Folge, das in unserer Stallgasse wo ja nur Jackomo und Teba standen, nun jede Menge Pferde angebunden waren. Eine dicke burschikose Schmiedehelferin stapfte durch den Stall, ihr Job war es die alten Eisen bei den Pferde ab zu klopfen bevor der Starbeschläger ans Werk geht und neue schmiedet. Vor Jackomos Box, also zwischen ihm und Teba stand ein Fuchswallach. Ganz artig stand der da. Aber ich kenn ja mein pferd, dachte, der steht bestimmt nicht so artig wenn ein fremder Kerl den Weg zu seiner Frau versperrt! "Der iss ja n ganz schön Wilder, hat n riesen Zirkus gemacht in seiner Box, schon den ganzen Morgen ist der am rumspinnen" gibt die Dicke von sich. "achja?" ich geh zu ihm in die Box und was seh ich? Ja, der Herr Jackomo hat vorne rechts nen Klumpfuß! Ausser mir vor Wut mein ich: "Wieso wird einem ferd beim spinnen zugeschaut statt das man mal den dummen Bock hier vor seiner Box weg stellt? Ich dacht ich habs hier mit ner Gegend zu tun inder sogar Postboten von pferden Ahnung habm, Hufschmiede scheinbar nicht!" -verdutzt guckt mich das Mondgesicht an und die heiteren Pausbacken vormen sich zu fahlen gesichtshügeln "Isch hab gesagt bekomme ich soll den doar Anbinden dann mach ich das auch, da kann ich jetzt nix dafür!" soviel Blödheit verschlägt mir die Sprache. "gut, dann mach jetzt was ich sag und verzih dich mit dem Vieh!" - der sollt eh als nächstes dran kommen und Fetti tummelte sich in eine andere Ecke. Erbost putze ich mein Pferd. Ein bischen Schritt muss ja drin sein. Super. Aber auch Corinna blieb nicht verschont, beim Trensen bemerkte sie eine komische Wölbung an Tebas
Unterkiefer. Was ist das denn? Ein Stich? Ein Zahn? Angehauen? - Zumindest bereitet es Teba schmerzen und ein Reithalfter kann man nicht an ziehen. naja, wir wollten ja eh nur Schritt reiten! Also rauf auf den Invalidenclub und ab ins schöne Gelände. Corinna und ich entschiden uns ein stück getrennt zu reiten da sie doch auch traben und galoppieren wollte und ich entschloss mit jackomo in die Furt zu reiten um dort das Beinchen zu kühlen. Entlang der Strecke kamen wir an einer Koppel vorbei auf der zich Pferde standen. Es hatte ein bischen die Anmut dessen, was man hinter der Regenbogenbrücke für Pferde erwartet. Ponys, Pferde, Fohlen, alles vergnügte sich auf dieser wunderschönen Weide mit den großen Bäumen, einige galoppierten quer, andere liesen sich davon nicht beim grasen stören, irgendwo wälzte sich ein Pferd und einige sonnten sich. Ich erkundete weiter das Gelände und begegnete weiteren 4-Sterne Hindernissen in dem Areal, wunderschöne Reitwege verschlungee Pfade durch den Wald und am ende meiner Tour traf ich wieder auf Corinna, die Teba gerade in einem der Wasserstellen planschen lies. Nachdem wir die Pferde versorgt hatten 8alle wehwehchen eingeschmiert und bandagiert) fuhren wir los zu meiner lieben Omi. Sie empfang uns Großmuttergerecht mit frisch gebackenem Kuchen und wir blieben noch bis um Abendessen. Auf dem Heimweg fuhren wir einem Filmreifen Sonnenuntergang entgegen, eigentlich ein schöner Tag - wenn die Sorgen um die Pferde nicht mitschwingen würden. Was erwartet uns am 7. Tag, neue Beulen, dellen und Kratzer? Oder endlich mal richtig erholsame Ferien?

Tag 7 Freitag: Der Tierarzt muss her

Heue sollte der Lehrgang für Corinna beginnen, den ich aufgrund von Jackomos Sehnenverletzung vorsichtshalber nicht mitreiten wollte. Im Stall begegneten uns muntere Pferde, aber das tränende Auge, der dicke Fuß, die beule und die Reste der ganzen Schrammen waren leider nicht weggezaubert. Corinna flitze schnell ereut in ein reitsportgeschäft um ein Hannoveranisches Reithalfter zu kaufen und ich beschloss einen Tierarzt zu konsultieren nachdem das Auge nach so langer zeit noch immer keine Besserung zeigte. Für den Abend bekam ich einen Termin mit einer Praxis die mir empfohlen wurde. Also sattelte ich mittags auch Jackomo und begleitete Corinna zu ihrem Tag 1 beim Lehrgang. Die Trainerin war mir gleich symphatisch und erlaubte mir beim Unterricht dabei zu sein ohne aktiv mit zu reiten. Also machte ich ein bischen mein Ding, nur Schritt und ein wenig Trab und stellte mich dann in die Reihe der Zuschauer. Die 4 Lehrgangsteilnehmer, von denen Corinna am meisten Geländeerfahrung hatte, wurden ersteinmal in Balance geschult. Galoppieren im Rhytmus bergauf und bergab, überwinden kleiner Hindernisse in Folge. Der Unterricht war sehr freundlich und informativ gestaltet, die basics für den Galopp im Gelände wurden alle geschult und nach einer Stunde verliessen alle zufrieden den Platz. Naja, fast alle, mir blutete ein wenig das Herz ich hätte ja so gerne mitgemacht! Zum bluten hatte ich allerdings nihct viel zeit, der Tierarzt trudelte ein. Wieder wurde dieses Färbemittel in Jackomos Auge gemacht und wieder konnte man keine Hornhautverletzung feststellen. nur das gerötete Augenlied und das zukneifen und tränen. Ich bekam Hippopalazone und eine neue Augensalbe. Auch die Vermutung das etwas mit dem Tränen-Nasenkanal nicht in Ordnung sei, hielt die Ärtzin für unwahrscheinlich da das Färbemittel sofort auch aus den Nüstern lief. Jackomo hatte kein Bock mehr das irgendwas an dem Auge gefummelt wurde, die Salbe rein zu machen erwies sich bereits seit einiger Zeit als kompliziertes unterfangen. Aber was tut man nciht alles, also 3 Tage Hippopalazone und 3x die Augensalbe. Darauf kommt es ja nun auch nciht mehr an.

Tag 8 Samstag: Lüneburg

An diesem Tag mussten Corinna und Teba 2x ran, vormittags ging es zum Dressurtraining in die Reithalle und Nachmittags erneut ins Gelände. In der Halle konzentrierte die Trainerin sich auf die losgelassenheit von Pfer dund Reiter und trainierte das reiten auf gebogenen Linien. Um einen wirklich runden Zirkel und eine runde Volte zu erzielen hatte sie mit Stangen ein Carre auf den Boden gebaut das den Weg weisen sollte. Die Stunde ging schnell rum und die Gruppen trafen sich zu einem gemeinsamen Mittagessen. Bei Schnitzel und Pasta tauschte man sich aus und hatte dann eile rechtzeitig wieder in den Stall zu gelangen. Für den Geländeteil sattelte ich auch diesmal wieder Jackomo, ein bischen Bewegung würde ihm ja nicht schaden. Das Bein sah auch schon gesüder aus, sicher auch wegen den Medikamenten die er für sein Auge bekam. Heute stand Grabentraining und Wassereinsprung auf dem Plan. Wieder wurde mit viel Basis, engagement und witz unterrichtet, und Corinna und Teba überwunden den Graben als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht.




Jackomo wurde etwas aberwitzig als um ihn herum galoppiert und gesprungen wurde, er zwang mich ihn auch ein bischen mehr zu bewegen, da sind 660 kg doch recht überzeugend! Dies sollteunser letzter Tag in Luhmülen sein, trotz aufkommender Müdigkeit fuhren wir spät noch einmal los um die Stadt Lüneburg unsicher zu machen. Es hat sich gelohnt, ein wirklich nettes verwunschenes Städchen mit vielen tollen Fachwerhäussern, Flüsschen und Kirchtürmen. So spät waren wir die ganze Woche nicht ins Bett gefallen aber es hatte sich doch gelohnt!

Tag 9 Sonntag: Lehrgang auf wiedersehen heide - Hallo Fehmarn

Sonntag, der dritte und letzte Lehrgangstag - und der Tag unserer Abreise. Ein morgentlicher beulen und Augencheck erwies das alles was dick war dünner wird und alles was tränte auch besser wurde.

Optimistisch sattelte ich und begleitete Corinna zum Geländeplatz. An diesem tag hatte sich die Trainerin zum Ziel gestezt die Reiter eine geschlossene Strecke reiten zu lassen, die einer E Geländestrecke nahekommt. Sie gab beim warmreiten noch reichlich tipps bevor sie die Reiter einzeln auf die Strecke schickte. Jeder konnte seinen Parcour absolvieren und bekam ein ausgedehntes Resumee was gut war und wo man noch besser hätte agieren können. Es wurde ncihts ausgelassen, mit dem eingehen auf stil und reiterliches können, auf selbsständige pferde mit mutigen reitern, ein lehrgang der sich wirklich sehen lassen kann. Aber weil ich nicht alleine war mit dem Wunsch auch ein paar Hüpfer zu machen, und jackomo sich verweigerte an den Hindernissen länger vorbei zu galoppieren ritt ich noch meinen eigenen kleinen Parcour, natürlich auch über den Graben den er ohne zu zucken überwand. Mit zufriedenen Pferden machten wir uns zurück in den Stall, wiedersehen Luhmülen!

Alles gepackt bereit zur Abfahrt, also zur Weiterfahrt auf die Insel Fehmarn. Aber was passiert wenn man Den Hänger voll Pferden, den Kofferaum voll Hunden und das Herz voller Erwartungen hat? - Richtig, nach ca 12 minuten Fahrt: Stau. Nix vor, nix zurück. 3 Spuren auf eine, zwischendrin 2 Autopannen und lauter unbegabte Autofahrer.

Gegen Abend hatten wir endlich die Insel erreicht und waren froh das wir über die Sundbrücke durften. bei starkem Wind ist die Brücke für LKWs und Anhänger gesperrt. Aber der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint. Auf der Insel trafen wir uns mit meinem Onkel, er führte uns zu den Stallungen in denen Jackomo und Teba für die nächsten Tage wohnen sollten. Ein wunderschöner Resthof, sehr gepflegt, mit selbstgebauten Boxen in einer Scheune. 4 boxen die alle nicht belegt waren. Das änderten wir gleich und brachten Leben in die Hütte. Beide Pferde fühlten sich sofort wohl in den großen Boxen. Ich fühlte mich unwohl, denn statt einer massiven Tür wurden zwei Balken engehängt.

"Der Jackomo geht da raus" sagte ich. Keiner wollte mir so recht glauben....



Ausbrecherkönig :-P

Nachdem die Pferde versorgt waren liessen wir es uns nicht nehmen gleich ein wenig die Umgebung zu erkundschaften. Mein Onkel zeigte uns den naheliegenden Strand. "Hier könnt ihr am Golfplatz entlang reiten, da kommt ihr in einige Sandgruben da stehen auch sprünge"

Mein Onkel, der selbst Golf spielt, erzählte uns von den Wegen die über die Golfplätze führen, von dem schönen englischen Ambiente wenn dort die Reiter entlang kommen die deshalb gern gesehen sind. Auf meine Frage das da ab und zu mal Bälle fliegen, ob das nciht gefährlich sei, lachte er nur. Scheinbar habe ich einfach zu viele Bedenken! Jetzt wollten wir unsere Unterkunft aber auch kennen lernen. Bei der Adresse die für unser Zimmer angegeben war, fanden wir einen handschriftlichen Zettel an der Tür "Bitte rufen sie unter folgender Nummer an: 123456 ich bin bei meiner Nachbarin Frau Müller und spiele Karten. Ich komme dann in 5 Minuten!"

Interessant. Also haben wir das so gemacht und unsere Vermieterin radelte flink hinüber um uns das Zimmer zu zeigen. Hektisch erklärte sie uns alles, fragte nach dem Frühstückswunsch und schon verschwand die Rentnerin auch wieder - zum Kartenspielen, das macht sie nämlich jeden Sonntag! Corinna und ich liessen den Abend im "Filou"

ausklingen, wo wir auch meine Tante und ihren Sohn trafen.

Tag 10 Montag: Golfer reiten nicht!

Voller enthusiasmus begann der Tag: Wir wollen am Strand reiten! Das wird großartig! Ich zeige Jackomo das Meer! Aber erstmal frühstücken, mit den Hunden ums Eck und dann endlich auf den Weg zum Stall. Dort angekommen fanden wir Jackomo in einer anderen Box vor. Weshalb er dort stand, verrieten die zerbrochenen Balken seiner Erstbox. Ich kenn doch meinen Ausbrecher! Zu unserem freudigen Erstaunen waren beide Pferde völlig unverletzt (ja OK, von dem Auge mal abgesehen) und so begannen wir kurze Zeit später unsere Mission "am Strand reiten". Zusammen mit Ria und Balou ging es durch den kleinen Ort und dann direkt in Richtung Wasser. zugegeben, wir waren etwas enttäuscht das es eine steile senke gab, das Meer und der Strand wurden erfolgreich von uns beschützt, eine ca 2 meter hohe steilwand war zu unseren Füßen. Jackomo hatte die Hosen total voll, vor dem Abgrund oder dem Meer? Beides vermutlich... Nachdem wir leicht orientierungslos unsere Runden auf einem Stoppelacker gedreht hatten, fanden wir den Weg am Golfplatz der uns zu den Gruben führen sollte.

Also dann, hier gehts entlang. Auf dem Golfplatz trafen wir keinen englischen charme, sondern einige Aufgebrachte Golfer die uns ziemlich bösartig des platzes verwaisen wollten, was uns zwar schwer irritierte aber nicht aufhalten konnte. Auf dem Weg vor und unter uns verrieten einige Hufspuren das wir nciht die ersten Reiter sind.





Nachdem Teba einen kollerischen Fliegen-Anfall bekam, konnten wir allerdings jetzt keine Freude an dem Ritt mehr empfinden und beschlossen heim zu reiten. Als wir uns langsam aber sicher dem Stall näherten, sagen wir zwei Reiter entlang einer Wiese, richtung Strand, etwas weiter rechts vom Golfplatz weg. Ein schöner schmaler Pfad führte uns in Ihre Richtung. Den Hügel hinauf - da war es: Das Meer, ganz nah und ohne Abgrund. Aber Jackomo wollte nicht hin. Die Pferd emachten sich gegenseitig Schritt für Schritt Mut bis irgendwann der Sand unter ihren Füßen wich. Wir waren am Strand, nur wenige Meter vom Wasser entfaaahr! Hilfe, Jackomo! Bald hätte er mich abgeworfen, bei dem Versuch durch eine schnelle Drehung einer todbringenden Welle zu entkommen. Unsicher, ja regelrecht ungläubig stand er da, die Knie schlotterten. HILFE FRAUCHEN, WAS IST DAS BÖSES? - Ich hatte mir dieses Erlebnis romantischer vorgestellt. Statt wehenden Mähnen im salzigen Wind hatten wir 2 Angstscheisser die sich in die Großstadt zurück wünschen. Wir versuchten noch durch am-strand-entlang-reiten die Pferde an den Wellengang zu gewöhnen - aber obwohl dieser eher niedlich war, konnten wir unsere Huftiere nicht von deren Ungefährlichkeit überzeugen. Und sowas wollen Buschpferde sein, peinlich!

Als wir nach diesem "Erfolg" unsere Tiere versorgt hatten, beschossen wir uns in dem kleinen Supermarkt etwas zu trinken zu kaufen und überlegten ob wir es wagen können die 2 auf die Koppel zu stellen die zu unseren Boxen gehörte. In dem Supermarkt gab es Federweißer. Am ende saßen wir mit Deike am Koppelrand, tranken zuckersüßen Federweißen und schauten zu wie sich die 2 Zossen immer und immer wieder wälzten, als würden sie versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen. Deike ist eine Freundin der Familie die während der Sommerzeit bei meinem Onkel auf der Insel arbeitete, und wir freuten uns das der Urlaub ein Treffen mit sich brachte! Den Tag brachten wir entspannend rum, besuchten den Strand, erkundeten die Insel und nach einem weiteren leckeren Mahl im Filou viel es leicht ein zu schlafen und doch noch von wehenden Mähnen zu träumen.







Tag 11 Dienstag: Reiten verboten hier ist Naturschutzgebiet

Das Wetter war herrlich, unser Plan stand fest: Heute reiten wir an der Nordseite der Insel, da ist ein großer Strand und kein Golfplatz weit und breit! Dort gehen immer die Leute mit ihren Hunden spazieren, dann sind da Pferde sicher auch erlaubt! Jackomo und Teba wurden verladen und wir sind das Stück bis ans andere Ende der Insel gefahren. Ein großer Parkplatz eignete sich wunderbar zum ausladen der Pferde. Die Hunde liessen wir diesmal im Auto, wie klug das war erfuhren wir erst später. Ein Pfad vom Parkplatz aus lud uns ein erst durch das Märchenhafte Waldstück zu reiten bevor wir uns über den Damm an den breiten Strand wagen. Der Weg wurde immer zugewachsener und der Wald um uns herum immer unberührter, einige Rehe ästen ganz in der Nähe und setzten sich gemächlich in Bewegung als wir ihnen zu nahe kamen. Irgendwann war der Weg vorbei, aber wir waren ganz nah an dem Damm, also liessen wir die Pferde einige Meter durch das Geäst stiefeln um den Damm zu erklimmen. Eine frische briese wehte uns um die Nase, der Geruch von Meer ist einfach einmalig. auf der anderen Seite neben dem Damm war noch einige Meter Wiese und wir beschlossen unten entlang zu traben. Wir kamen nicht weit. Eine Frau mit Hund an der leine und Fernglas um den Hals stoppte uns und klärte uns auf.


Hier wohnt Bambi ^^


"Hier ist Naturschutzgebiet. Dieser Damm und das angrenzende Waldstück" (*oups*) sie Zeigte mit dem Finger den Damm entlang:

"Reitet hier weiter dort vorne an dem Schild endet das Gebiet. Da könnt ihr dann am Strand und überall reiten!" Wir gehorchten brav. Am Strand hatten wir allerdings nicht viel Freude, die Pferde scheuten, schnaubten und trauten dem Meer nicht über den Weg. Der Wellengang war auch recht Rauh weshalb wir diese Übung auch nicht vertiefen wollten. Das muss man an einem ruhigeren Tag versuchen. (Wir haben ja noch 2...) Also machten wir keht wieder zurück richtung Damm. Der Weg neben dem Damm war leider von Kaninchenlöchern gesäumt, weshalb wir dort nicht entlang wollten um keine Verletzung zu riskieren. Auf dem Dann war ein recht breiter, fester Weg. Wir entschlossen einen Galopp zu wagen. Teba sauste vor mir davon und Jackomo knatterte hinterher.

Die Hufe gaben ein dumpfes Geräusch auf dem Boden ab, mir liefen Tränen die Wangen hiab weil der Wind so stark wurde. Teba schoss davon und ich hatte große Freude Jackomo folgen zu lassen. rechts das Meer, wir auf dem Damm, blauer Himmel, was kann es schöneres geben?

Grinsend parierten wir irgendwann durch. Wahnsinns Galoppstrecke, wir waren uns einig! Gut das wir sie genutzt hatten! Aufgeregt lehnte sich ein kleiner Mann an den Zaun von einem Campingplatz und Fuchtelte mit den Armen: "Heeeh, Sie da, was machen sie denn da? Sie können doch hier nicht einfach entlang reiten, das macht ja unseren Damm kaputt wenn sie da reiten!" - "Ach?! Und wo darf man auf dieser verdammten Insel überhaupt reiten??? " "Naja sie können dort unten am Strand reiten (*super idee*) oder hier, neben dem Damm, oder dort, wo auch die Autos fahren." - Danke! Also haben wir die Wahl zwischen einem Asphaltweg, einer Kaninchenlochmienenstrecke und dem Strand, auf den sich unsere Pferde kaum trauern... wir reiten heim! Den Asphaltweg entlang! Und wir ritten und ritten und ritten - es dauerte eeewig bis wir endlich wieder den Hänger gefunden hatten. Was ein glück sind wir wenigstens einmal schön galoppiert und haben dabei sicher weniger kaputt gemacht als die doofen Kaninchen!

Den Nachmittag verbrachten wir wieder am Strand, diesmal mit unseren Hunden. Stöckchen, Wettrennen, baden, rumalbern - es war alles dabei!










Und abends liessen wir den Tag erneut im Filou ausklingen, in gemütlicher Runde bei leckeren Cocktails!

Tag 12 Mittwoch: Ria ist ein Jagdhund!

Unser vorletzter Urlaubsatg. So schnell ging dann doch alles rum. Den Tag möchten wir Reiterich nochmal richtig geniessen, und verladen zu dem Naturstrand am Osten der Insel. ein Reitweg schlängelt sich an einer kleinen Steilküste entlang, der frische Wind vom Meer wuschelt in den Pferdemähnen und saust in den Ohren, die Sonne scheint, das Meer ist erstaunlich ruhig. Ria begleitet uns und rennt den kleinen steilen hang zum steinigen strand hoch und wieder runter. Alle sind Happy. an einer Stelle entdecken wir sogar einen Pfad an dem wir uns mit den Pferden ans Wasser wagen. Etwas kraxeln müssen sie schon, und Teba erschrickt sich auch noch in schräglage, weil ihr füßchen in einem matschloch ein komisches Geräusch macht, aber alle kommen heile unten an. dicht am Wasser sind keine steine und unsere Pferde verfügen über bärenmut, weil sie sich dort hin enken liessen. einige hundert meter weiter sieht da smeer so einladend aus, das wir uns erneut darum bemühen die Pferd ehinein zu bekommen. Jackomo macht den Anfang, Teba tut es ihm nac und so setehn wir mit Jackomo und Teba im meer, ganz echt, und ganz gelassen. sie fangen an zu planschen, stecken ihre nasen hinein und wundern sich sicher über den salzigen geschmack. Hier sidn auch die Fotos entstanden.












Jackomo selbstverständlich noch mit seinem Fliegenschutz, das Auge wollte einfach nciht mehr gesund werden. Wir führten den Ritt weiter, bis unser Pfad sich in Feldern und wiesenwegen verlor, trafen auf einen freundlichen Campingplatzbetreiber, der uns erklärte wo wir entlang reiten dürfen und wir genossen unser ersten, richtig tolles insel- reit-erlebnis. Nach einem frischen Galopp an einem Stoppelacker, beobachteten wir 2 große Rehe auf dem Nachbarfeld. Sie waren sehr dicht, aber einige büsche und bäumchen trennten uns voneinander so das man sie nur alle paar schritte für einen moment sehen konnte. Ria ging brav an meiner Seite "fuß" und machte keine anstalten, sie hat keine ahnung von witterung aufnehmen und solchen dingen. Die beiden Kerlchen auf der Nachbarseite hatten uns natürlich sehr wohl bemerkt, sie schauten aufmerksam und hielten ihre großen Ohren auf Wachsamkeit. Corinna drehte sich gerde zu mir um, ob ich die beiden auch schon bemerkt habe, ich nickte und grinste ihr zu, in exakt diesem momen schossen die beiden Kerle unmittelbar vor Teba aus dem gebüsch und flohen über "unseren" acker. Ria sofort hinterher noch ehe ich in der Lage war sie zurück zu kommandieren, da unsere Pferde natürlich auch erstmal eine Fluchtstellung angenommen hatten. Als Corinna Ria rief, war sie schon im völligen Jagdfieber und es war nichts mehr zu machen. Über den großen Acker und die umliegenden Felder konnten wir fassungslos beobachten wie sie dem Reh immer näher kam, sie hatte sich an das geheftet das zuerst aus dem Gebüsch gesprungen war, völlig planlos rannte das zweite hinterher, vermutlich, bis es bemerkte das es gerade einen Hund verfogt, es wurde langsamer, viel in den trab und kraxelte in ein kleines waldstück. Ria hingegen wurde nicht langsamer sondern holte in enormen tempo das in todesangst geratene wild ein, wir konnten sehen, wie es über einen graben sprang und wie ria hinter her hüpfte, sie war nun so dicht an dem tier das sie es hätte beißen können. Aber wir konnten nur das dobermann-japsen hören, das helle kreischende bellen welches sie beim jagen verlauten lassen, wir wussten nicht ob sie zubeißen würde. Mit einem mal, waren Reh und Ria verschwunden. Ich war panisch, hatte Angst um meinen Hund und um das Reh, ich war völlig ausser Fassung. Gut, wir sind auf einer Insel, die Wahrschenlichkeit ist hoch das Ria wieder gefunden wird - aber was, wenn sie vorher erschossen wird? auf dem nachbaracker ein großes Ladwirtschaftliches Gerät, weshalb die Rehe überhaupt geflohen sind, es machte auch Jackomo schon kirre und Corinna und ich ritten ein stück in die richtung in die Ria gerannt war. Ob sie gerade ein Reh verspeist? Man hörte nichts mehr. Am ende eines weiteren feldes, begann ich nervös nach ihr zu rufen. mir bebte alles, vor lauter pfeifen und kreischen, ich hatte so sehr Angst um meinen geliebten Hund. Corinna menite, sie komme sicher zurück, und einen schuss hätte man gehört, aber sie war ebenfalls sichtlich nervös! Sekunden die einem vorkommen wie eine Ewigkeit, bis mein gepunktetes Hundchen aus dem gebüsch sprang - und direkt wieder die Flucht aufnahm bis es in sicherheitsabstand von 20 metern das "sorry-frauchen-gesicht" auflegte. Bringt nix, ich war so zzornig vor sorge, ich stieg ab, drückte corinna Jackomo in die hand und stapfte auf Ria zu, ich beutelte sie und schrie: DU DUMMES SCHEISSDING! um sie dann gaaanz fest zu drücken. was ein glück ist sie wohl auf - und das reh bestimmt auch, zumindest habe ich keine spuren einer wild-mahlzeit an meinem hund gefunden. Total erleichtert - hund und frauchen - setzten wir aber jetzt die heimreise an. genug aufregung für heute! Gerade redete ich mit Corinna über die erziehrischen vor und nachteile, ob es evtl. verkehrt war das ich erst so böse mit ria war (sie kam ja immerhin zurück) als das schicksal den hund auf die probe stellte.

sie lief bei fuß, als direkt vor ihr, zwischen jackomo und teba, ein dicker feldhase flüchtete, den wir aufgescheucht hatten. Ria nahm die verfolgung auf, beim ersten pfiff stoppte sie und drehte ab. Es scheint also die richtige wirkung gehabt zu haben.

Auf dem Rückweg liessen wir uns eine kleine Wiederholung von der Geschichte mit-Pferd-im-Meer nicht nehmen und so blieb der ausritt dann in schöner erinnerung - obwohl ich am Hänger fest stellte das Jackomo ein Eisen verloren hatte! Das, von seinem Sehnen-Füßchen.

Hoffentlich geht das gut! Trotzdem starteten wir gut gelaunt in den Rest des Tages!

Meine Schwester war an diesem Tage angekommen und so saßen wir Gemeinsam mit Deike bis spät in den Abend und erzählten einander wie die letzten Tage sich gestaltet hatten. Eines ist sicher: Ria schlief feste und träumte von wilden Verfolgungen über die ganze Insel :-)

Tag 13 letzter Tag auf Fehmarn

Regenwetter. Diesig. Keine Anstalten der Besserung. Der Sohn meiner Schwester (die auch Corinna heisst, ich will hier keine verwirrung stiften *g*) will unbedingt Jackckcammmo sehen. So fahren wir in den Stall und satteln unsere Pferde, in der Erwartung Besuch von meiner Schwester, Leon und Deike zu bekommen. Da die Herrschafen sich doch etwas mehr zeit liessen als zunächst vereinabrt, begann Corinna für das kommende Pferdefestival zu üben. Auf Jackomo, Teba als Handpferd.

Ich bastelte ihr aus den Boxen-Türen-Balken ein L und sie dirigierte Teba um sich herum, gemeinsam durch das L und die Gangarten nebeneinander. Mein Onkel, der mit den anderen eingetroffen war beobachtete gemeinsam mit uns das Treiben. Irgendwann war die Geduld des kleinen Zweg Leon aber am Ende, und er wollte unbedingt Rieten.

Das wirkte enorm ansteckend, denn auch meine Schwester und Deike trauten sich auf jackomo ein paar Runden zu drehen. Ganz vorsichtig, auf der Koppel. Aber sie hatten Immenhof-Ferien-Strahleaugen! Da das Wetter sich nciht besserte beschlossen wir nach diesem kleinen Ausflug in die Reiterei, die Pferde wieder ab zu satteln und lieber shoppen zu gehen. Das war mir auch ganz recht, so konnte Jackomo seinen unbeschlagenen Fuß schonen.



Shoppen, wirklich, auf dieser Insel gibt es viel zu shoppen! Wir verbrachten den gesamten Tag damit. Naja, und mit Packen natürlich.

Nach einem gemeinsamen Abendessen traten wir die Heimreise an, über nacht wollten wir fahren um den Staus zu entgehen und noch den Tag zu genießen. Unser Plan ging auf, wir kamen gut durch den Verkehr und stellten die Pferde um 4 Uhr nachts in ihre heimischen Boxen. Platt waren wir, erschöpft. Aber es war doch ein schöner urlaub, und die tollen und irrsinnigen Erlebnisse haben sich für immer in unser Hirn gebrannt!







Nachtrag: Tebas schrammen sind alle wieder verheilt, nachdem Jackomos Auge jedoch keine Besserung zeigen wollte habe ich Frau Dr. Birgit Lohmann angerufen, sie diagnostizierte einen Herpesvirus in jackomos Auge. Weiteres gesalbe und etwa 14 Tage später konnte mein großer endlich wieder richtig gucken. Und alle 8 Pferdebeine haben auch alles super überstanden. Das machte mich mutiger und mittlerweile kann ich sagen, das die Sehnenverletzung vom Oktober 2006 verheilt ist. Hoffentlich, kommt keine neue!

Eure Momo