27.10.2012 Umzug ins Winterquartier

Ich war ja schon etwas aufgeregt, als der Termin näher rückte: meine liebe Was A Bee sollte von der schönen Rossdorfer Koppel nach Babenhausen zum Jackomo ziehen.

Wird sie auf den Hänger gehen oder sich von ihrer Herde nur schwer trennen lassen? Wird sie Ruhe bewahren in der neuen Umgebung, oder nervös werden? Wie werden die anderen Pferde reagieren? Kann sie sich in der neuen Herde behaupten oder kommt die Kleine immer als Letzte ans Heu?

Corinna war natürlich dabei und auch die liebe Andrea, unsere jüngste Kamikaze, hat mir seelischen Beistand geleistet!

Völlig unbegründet - Koppel auf, Halfter an, Schecke raus, Koppel zu. Als wäre es das normalste der Welt. Die zurückgebliebenen schauten etwas irritiert drein, aber die kleine Bee folgte mir brav zum Anhänger. Diesen inspizierte sie kurz, das Futterangebot das da drin auf sie wartete überzeugte dann und sie stampfte vertrauensvoll hinein!

Bei der abfahrt polterte es ein wenig im Hänger und neben dem Gespann galoppierten ihre Freundinnen die Wiese entlang. Bis sie uns nicht mehr folgen konnten. Das war schon irgendwie ein trauriges Bild. Sie wieherten sich zum Abschied zu. Vielleicht sehen sie sich ja mal wieder, ich hoffe es. :)

Ausgerechnet an diesem Tag schneite es. Ja, im Oktober, es war so kalt und hässlich, da hatte man fast das Gefühl es ist allerhöchste zeit das junge Pferdemädchen auf eine Koppel mit unterstand zu bringen. So sollte sie nämlich überwintern, 24 h auf der Koppel mit Heuballen und Unterstand. Tagsüber kommen viele weitere Pferde dazu, in der nacht stehen nur 2 oder 3 durchgehend draußen. In direkter Nachbarschaft auf der anderen Koppelseite die Wallache - und bei ihnen auch Jackomo!

Angekommen auf dem Hof, nach einer ruhigen Fahrt war es ähnlich spektakulär wie beim aufladen. Hänger auf, Schecke raus - auf die Koppel, fertig.

Bee stand erstmal da und betrachtete ihre neue Umgebung. Neugierig und aufmerksam, aber dennoch gelassen. Sie begrüßte alle Nachbarn und schaute sich dann ganz berechnend den Unterstand an und stellte sich mal hinein. Als ob das neue Dach ihr zusagte, blickte sie freundlich hinaus.

Sie wurde von dem ein oder anderen Pferd auch mit angelegten Ohren bedroht als sie zum Heu wollte, aber sie drehte eine unaufällige Runde und fand dann direkt ihren Ehrenplatz in erster Reihe.

Soviel Coolness hatte ich nicht erwartet.

Jackomo hatte natürlich schon direkt bei der Ankunft bemerkt das wir da was neues ankarren und das bunte Tier die ganze Zeit über neugierig beäugt.

Noch sind es keine Freunde, aber ich bin sicher wenn sich die Eifersucht erstmal legt, dann wird er ihr großer Bruder und Mentor - und einen besseren kann sie nun wirklich nicht finden!

Mein Mädchen schaut sich erstmal um!


Wen bringen die denn da mit????


Vorsichtige Kontaktaufnahme...


Keine Angst vor dunklen Hütten....


Angekommen :-)

Eure Momo