29.06.-01.07. – Turnier in Hungen

In Hungen ist Turnier

Da Jackomo wegen einer leichten Zerrung für dieses Turnier ausfallen musste, machten wir uns mit Teba allein auf den Weg.

Eine VE in unbekanntem Gelände stand auf dem Programm. Samstag war nur Dressur. Nach einem schönen Ritt und einer sehr strengen 6.5 haben wir zusammen mit den Hunting-Mädels das Gelände inspiziert.

Schade, das schon wieder ein Streckenbauer am Werk war dessen Hauptanliegen nicht daran liegt, es den EINSTEIGERN freundlich zu machen, sondern eher, gleich am 2. Sprung die unperfekten rausfliegen zu lassen.

Nach dem Start geht es durch ein Pflichttor und über einen wirklich schönen E-Sprung, ein Weidebruch. Aber danach ists auch rum mit dem "schön" es geht links rum über eine schmale Brücke, manche Pferde trauten sich nur im Trab darüber. Aber auch nach diesem Hindernis das eigentlich gar keines war, wird erst mal wieder ein Bogen geritten damit man die Chance hat halbwegs gerade auf eine auffällige Schanze zu kommen. An diesem recht hohen, und durch das helle Holz sehr guckigem Sprung scheideten viele aus oder besser gesagt, vor diesem Sprung. Der vergleichbare Sprung aus dem A Parcour war wesentlich netter, dunkelbraun und schön mit Zweigen ausgesteckt.

Falls man sein Pferd hier drüber Reiten konnte, gab es keine Zeit zum verschnaufen, wenige Galoppsprünge und eine ach-so-schöne enge Wendung auf ein Zaunsprung, sehr offen - den mochten auch viele Pferde nicht. Wer bis hierhin Fehlerfrei war musste nun aber Rechtskurve Nummer 3 einlegen um auf die Eisenbahn zu kommen. Von Höhe und Bauart ein wunderschönes Hindernis, das sollte als Höhepunkt in einer E sein, leider war in Hungen bis dorthin schon viele frustriert. Wer über diesen Fantasievoll gestalteten Sprung gelangte musste jetzt (wieder einmal scharf rechts, weils so schön ist) über einen beachtlichen Schweinestall. Der kommt woanders auch nur im A vor. Danach gehts zur Abwechslung mal nach links, zurück über die schmale Brücke, ums Eck und ENDLICH darf das Pferd mal galoppieren, der Reiter sich nach diesem anspruchsvollen Zick-Zack etwas auf gerader Strecke erholen.

Ein Aufsprung, einmal um ein kleines Waldstück, dann scharf links der Absprung, scharf rechts ein Stämmchen, scharf links über eine Kombination (auch nicht schlecht im E, oder?) und aussen herum eine wunderschöne Linie zu einem kleinen, netten Birken-Oxer.

Wenn die Veranstalter sich jetzt wundern weshalb nur die Hälfte durchgekommen ist und nur eine Handvoll ohne Strafpunkte, dann kann ich ihnen das gerne mal erklären.

Aber auch die Richter scheinen sowas normal zu finden und bewerteten einen Fehlerfreien Ritt mit einer beleidigenden Note. - zugegeben, es war nicht der schönste und auch nicht der Rhytmischste, aber es war ein reiterlich geschickter Ritt. Aber das kann vermutlich nur jemand beurteilen der Teba kennt.

Nachdem Corinna auch im E Springen nicht gerade mit einer tollen Note für ihren Ritt belohnt wurde, haken wir dieses Turnier als "frustrierend" ab und zogen von Dannen.

Eure Momo