26.09.2010 - Reiterrallye Laubach-Röthges

Anne stellte schon im August die Einladung ins Kamikaze Forum "Reiterrallye Laubach-Röthges, Sonntag, den 26.09.2010"

Schnell hab ich map24 gefragt und als Antwort bekommen - 70km ein Weg. Ziemlich viel für eine Rallye. Aber wenn einige mitmachen von uns würde es sich ja auf jeden Fall lohnen. Gruppenausflug der Kamikazers bei Anne, die Idee hat uns gefallen. Doch leider klappte es wie so oft nicht, da die Arbeit und sonstige Termine im Wege standen.

Die Planungen verliefen im Sande. Doch - Am Samstag entschieden Corinna und ich mit unseren Pferdchen den Weg zu fahren und Anne zu besuchen. So weit kommt es einem auch nicht vor, wenn man sich pausenlos irgendwas zu erzählen hat.

Anne machte große Augen als wir vor Ort auftauchten! :) Überraschung geglückt. Nachnenngebühr bezahlt, Sektchen getrunken und los zu den Pferden.

Die ersten Hürden beginnen ja für uns manchmal schon, bevor es eigentlich los geht. So befand sich am "Stelldichein" ein schnuckeliges kleines Lagerfeuer, das Teba doch etwas nervös machte. Aber wir mussten ohnehin einen Moment warten. Also nutze Corinna die Zeit für Anti-Schreck-Training und kreiselte mit der Stute um den Feuerplatz.
Ich wiederum nutzte die Zeit, dem Onkel Jackomo zu erklären das er sich wegen Tebas Abwesenheit nicht aufregen muss. (Wenn man das überhaupt als Abwesenheit hätte benennen können. Aber Jackomo sagt, 10 meter sind 10 Meter, und das sind 9,5 zu viel!) - Männer....

Nachdem Corinna ihren Fitnessmarsch fürs erste schon beim Lagerfeuer begonnen hatte, gings nu weiter. Zurück zum Hänger - Jacke ausziehen. Wenn man so marschiert (ums Feuer) wirds einem warm. Dann nochmal zurück zum Hänger, denn der wichtige Frage-Antworten-Zettel ist noch in der Jacke, die man ja gerade zum Hänger gebracht hatte, weils vom Marschieren so warm geworden ist :)

Während Corinnas Spaziergängen startete ich schonmal an Station 1: Stelle dein Pferd auf 4 Bierdeckel (unter jedem Huf einer) und steige auf. Wenn sich ein Huf vom Deckel weg bewegt gibts Punktabzug.
Theoretisch ja ganz einfach. Aber wie erkläre ich einem Pferd, wo es seinen Fuß abstellen soll? Es bedarf einiger Übungsversuche. Doch irgendwann waren tatsächlich alle Füße auf einem Deckel. Schnell Aufstieghilfe zurechtgerückt - und hopps aufs Pferd gehechtet. Juhu, 4 Punkte! :D Das fängt ja gut an!

Momo bringt den Huf auf den Deckel!

Corinna kam auch wieder am Tummelplatz an, leicht gerötete Bäckchen (vom Marschieren...) machte sie sich nun an das Bierdeckel-Werk. Zum Glück gab es bei dieser Aufgabe kein Zeitlimit, so ist man irgendwie immer ruhiger und konzentrierter. Und auch wenn Teba anfangs die weiße Pappe beäugt hatte, lies sie sich brav aufstellen. Leider beim Aufsitzen ein Ausfallschritt und strenge 3 Punkte für Teba.

Natürlich waren wir mit diesem Ergebnis trotzdem zufrieden. Wer mal erlebt hat, wie ein Pferd vor seinen eigenen Füßen scheuen kann, sei es wegen Gamasche oder Hufverband, der freut sch, wenns ruhig auf einem Bierdeckel steht :)

Los gehts!

Bewaffnet mit einem Kuli und einem Zettel folgten wir den gelben Pfeilen, die uns ca 1,5-2 Stunden durch Wald und Feld lotsen sollten.
Unterwegs gäbe es ein paar Fragen, deren Antwort wir auf die Zettel schreiben sollen. Ja. Und da wurde nicht zu viel versprochen. Nach kurzer Zeit und mit raschen Abständen folgten Fragen:

Was ist eine Piephacke?
Was ist ein Klopphengst?
Was ist der Unterschied zwischen Maulesel und Maultier, und was können beide niemals?

Man traute sich kaum zu traben, denn jeden Augenblick könnte man eine neue Fragetafel verpassen, ausserdem sind wir ohnehin Reitwege-verwöhnt und die hiesigen festen Waldwege eignen sich für die verhätschelten Hufe eh nicht so gut für einen Trab :)

Also gaben wir uns Mühe beim Geschaukel leserliche Antworten zu schreiben, und es machte anfangs richtig Spaß, das alte Wissen aus der Abzeichen-Zeit mal wieder hervor zu kramen.

Was bedeutet die natürliche Schiefe beim Pferd?

5 Kamikazers on Tour :)

Doch irgendwann wurden die Fragen etwas nervig. Es war einfach nicht richtig komfortabel, unterwegs so viel zu schreiben. Nachdem wir sicher schon eine Stunde unterwegs gewesen sind, kamen wir auf einen schönen Wiesenweg am Waldrand, den wir gerne für einen Galopp nutzen wollten. Zwischendrin mussten wir kurz anhalten um eine weitere Frage genau zu lesen:

Was ist ein Kronentritt?

Und dann gings in lockerem Tempo die Wiese entlang. Doch kaum war man mal ein paar Meter getrabt, erschien die Reitergruppe am Wegesende, die vor uns gestartet war.
Das wirkte nun irgendwie frustrierend, da wir ja dort nicht aufreiten wollten, parierten wir wieder durch. Ausserdem war hier schon wieder eine Fragetafel an den Baum gezimmert - diesmal gleich 4 Fragen, dabei ist der Zettel schon hoffnungslos beschmiert...

Was ist ein Martingal?
Was ist ein Martingalschieber?
Was ist Mauke?
Was ist Mash?

Wir fanden, es sei nun mal Zeit, abzusitzen und der Versuch wurde gestartet, das Gekrixel in vernünftige Schrift und leserliche Sätze zu formatieren.
Aber dann wurde es komisch. Corinna war sehr nervös, sie meinte mit Teba stimmt etwas nicht. Kreuzverschlag? Kolik? Was ist nur los?
Ich beendete meinen Satz in Schönschrift (Ruhe bewahren ist alles) und nahm ihr dann Teba ab. ich spazierte ein Stück mit beiden Pferden. Teba wollte sich hinlegen. Sie schnaufte. Fußfolge war aber normal und gleichmässig, ich konnte kein Anzeigen für einen Kreuzverschlag ausmachen. Kolik vielleicht eher, auch wenn sie geäppelt hatte und Appetit hatte. Sie drehte sich zum Bauch und wollte sich wälzen, sie schnaufte.
Nee das hat mir garnicht gefallen, hat sie vielleicht eine Vergiftungserscheinung? Eine Allergie? Irgendeinen Schock, irgendwas war ja, und man hatte das Gefühl sie hyperventilierte. Sollen wir den Sattel abnehmen und sie wälzen lassen? Ich hatte das Gefühl, das man ihr das erlauben müsste, doch Corinna hatte berechtigte Sorge das das vielleicht genau falsch wäre. Ich meinte zu Corinna, das wir auf jeden Fall weiter laufen müssen und ich die Notfallnummer anrufen werde. Diese befand sich auf meinem Zettel und war zum Glück nicht übermalt!
Sofort kümmerte man sich um unser Problem, Verdacht auf Kolik sagte ich, obwohl ich irgendwie dachte es muss etwas anderes sein.

Erstmal war jetzt jeder alarmiert. Wir folgten in zügigem Schritt den gelben Pfeilen.
Corinna löste Sperriemen, Reithalfter - und auch den Sattelgurt.
Und dann - minütlich verbesserte sich der Zustand der Stute. Momo, ich glaub es war der Gurt.

Wir beobachteten, das sich die Atmung normalisierte und auch der Drang zum Wälzen verschwand. Dabei wurde stramm weiter marschiert, so richtig Entwarnung gabs erstmal nicht. Tebas neuer Sattelgurt hat auf beiden Seiten Gummizüge. Vorm Galopp zog Corinna den Gurt nochmal an. Als wir dann später abgesessen waren, erhöhte sich der Druck auf Tebas Brustbein scheinbar so sehr, das sie sich deutlich unwohl fühlte.

Corinna war schweißgebadet, marschierte (motto des Tages?) neben der Stute bis heim. An Aufsteigen war für sie nicht mehr zu denken, zu groß der Schreck. Eine letzte Frage fanden wir auf unserem Heimweg auch noch:

Was bedeutet Takt und wo ist er in der Ausbildungsskala zu finden?

Die Ausbildungsskala. Rauf und runter gepaukt, hunderte Male - sofort ist uns im Chor der Lehrbuchsatz eingefallen, und irgendwo auf meinem Zettel fand ich noch ein Plätzchen um diese letzte Antwort zu notieren. "Takt ist das räumliche und zeitliche Gleichmaß aller Schritte, Tritte und Sprünge auf geraden und gebogenen Linien!" natürlich Punkt 1 der Ausbildungsskala! Hätte das mit den französisch-Vokabeln damals nur auch so gut funktioiert! ;)

Trotz des Zwischenfalls erschien es als hätten wir keine Frage verpasst. Ich war mir dessen deswegen so sicher, da keine einzige Antwort mehr auf meinen Zettel gepasst hätte!

Zurück am Hof wurden wir bereits erwartet! Einerseits von Balou und andererseits von Tierärztin und Organisatorin, und alle kümmerten sich wohlwollend um Teba und Corinna. Ein kleiner Check stellte sicher, das es allen gut geht. Ganz großes Lob an dieser Stelle, wie rasch man uns auch mit einem Anhänger hätte helfen können, wenn es nötig geworden wäre.
Nun die Frage nach unseren Zetteln und ob wir den Parcour noch versuchen möchten. Ich bin guter Dinge und habe den Schrecken gut verkraftet. Corinna macht noch große Kulleraugen ob sie sich noch mal in den Sattel setzt - nicht das das Theater dann beim Nachgurten wieder los geht, mit lockerem Gurt allerdings fühlt sie sich auch nicht ganz sicher. Nach kurzer Überlegung dann aber das OK - Wir wagen es :-)

Balou und sein Spiegelbild Moritz, Momo & Anne im Beratungsgespäch :)

Jackomo macht wieder sein "Ich-bin-hier-was-soll-ich-machen?" Gesicht und baut sich in voller Größe vor der ersten Station auf. 2 Fangständer, eine Stange in der Mitte. Um die Stange drum herum sind Flatterbänder gewickelt, die lustig im Wind Wellen schlagen. Auf dem Boden vor dem Hinderniss, eine Stange als Begrenzung. Man soll an den ersten Fangständer reiten, dort eine Kuhglocke abhängen, an dem Flatterband entlang reiten ohne über die Stange zu treten und am 2. Fangständer die Glocke wieder aufhängen.
Vorsichtig nehme ich die Glocke, Jackomo guckt nicht nach dem Flatterband und lässt sich gut einhändig anhalten. Beim zurück hängen klingelt es ein bischen, aber Jackomo bleibt ruhig. Volle Punktzahl :-)

Bei Teba geht ein regelrechtes Konzert los beim Abhängen der Glocke, ein kurzer Tanz folgt, bis sich die Stute an das Geräusch gewöhnt hat, und lässig marschiert auch sie am Flatterband vorbei. Auch volle Punktzahl! :)

Eine Teilnehmerin an der Glocken-Aufgabe

Die nächste Station fand ich ja fast zu einfach. Es lag eine gerade Gasse aus Stangen auf dem Boden. Volle Punktzahl bekamen wir dafür, das wir freihändig im Schritt gerade durch geritten sind. Ob es tatsächlich Pferde gegeben hat die aus der Stangen-Gasse gelaufen sind, oder gar umgedreht sind? Schade das wir nichts von den anderen mitbekommen hatten.

Weiter gehts an Station 3: ein Tablett mit einem Handball von einem Runballen nehmen, das ganze balancierend um einen Ständer drum herum reiten und zurück auf den Strohballen legen. Jackomo lässt sich einhändig ja eigentlich toll navigieren, auch wenn ich ganz schepp sitze um die Bewegung des Balls aufzufangen - nur kurz vorm Ziel blockiert er plötzlich und will auf Teufel komm raus nicht dicht genug an den (gefährlichen) Rundballen ran. wir scheppern um die Ecke und dotzen voll an Corinna an, als sie dann lauthals meckert, ist Jackomo scheinbar wach geworden und lässt sich nun an den Rundballen stellen, und ich habe zum Glück den Ball nicht verloren - volle Punktzahl! Corinna und Teba lösen diese Aufgabe dann ohne Zwischenfall richtig vorbildlich!


Balanceakt

Es macht richtig Spaß und zackig gehts zur nächsten Station: über ein Cavaletti springen. Volle Punktzahl gibts, wenn man das Cavaletti überwindet an das ganz viele bunte wackelnde Luftballons geknotet sind. Für Jackomo kein Problem. Corinna wählt lieber das nackte Cavaletti und bekommt einen kleinen Punktabzug.
Vorbildlich über den Luftballons!

Die nächste Station ist ein bischen schwer zu beschreiben... ein kleiner runder Tisch mit weißer Tischdecke steht in einem Kreis. Der Kreis ist in 9 Tortenstücke unterteilt. Das Pferd soll die Vorderfüße in ein Tortenstück stellen, Nase Richtung Tisch in der Mitte und dann seitwärts kreisförmig um den Tisch laufen. Also Vorderbeine immer in den Tortenstücken, Hinterbeine ausserhalb des Kreises. Jackomo hat gut angefangen, sich dann aber irgendwann gewundert, was das soll, und wurde etwas zickig. Wir trafen 8 Felder.
Teba musste erstmal davon überzeugt werden, das die Tischdecke nicht beißt. Corinna hatte genug Zeit ihr in aller Ruhe die Aufgabe zu zeigen und auch wenn sie zwischendrin unterbrechen, und neu anfangen musste gab es auch für sie tolle 8 Punkte für 8 Felder.

Als nächstes erklärte uns eine Helferin das wir Kleeblattförmig um die aufgestellten Ständer reiten sollen. Schaffen wirs im Galopp gibt das die volle Punktzahl. Teba fing an und meisterte es rhytmisch in kleinem feinen Teba-Galopp! Was bei ihr so einfach aussah ist Jackomo und mir doch schwerer gefallen, die erste Wendung war XXL groß, danach hatte er kapiert das er abbiegen soll, und startete ein Barrel-Race-Hoppel-Galopp, rutschte hierbei doch etwas auf der Wiese und alles in allem kann man bei uns nicht von Rhytmus sprechen - aber Galopp ist Galopp und auch wir konnten die maximale Punktzahl einheimsen!

Nun fehlte uns nur noch eine Station. Ich sehe ein Kettcar, einen Berg und eine abgesteckte Rennstrecke.


Der Silberpfeil von Laubach

Jetzt ist nochmal Sportlichkeit gefragt (dabei waren wir ja schon so sportlich, allen voran Corinna mit ihren Fußmärschen des heutigen Tages)
Also steige ich ab und gebe mein braves Pferd einem netten Mann in die Hand. Alle sehr freundlich hier!
Also, die Aufgabe ist auch schnell erklärt: Fahrzeug den Berg hoch schieben, dann reinsetzen und den mit Flatterbändern markierten Weg runter fahren. Schnelligkeit ist hier gefragt! - Okay, klingt einfach aber auch anstrengend. Auf die Plätze, fertig, Los! ich halte das Lenkrad meines Fahrzeugs fest und renne los - doch die Lenkung ist so leicht und direkt, das ich direkt erstmal Zacken-Linien schiebe und nicht schnurgeradeaus. beim Versuch diese Fehlsteuerung durch eine geschicktere Greifposition zu korrigieren, haue ich mir dermaßen mein Knie an, das ich überlege stehen zu bleiben und mich auf der Erde hin und her zu rollen, finde das dann aber doch zu theathralisch! Verdammte Hacke verdonnerte Axt, Himmel was ein Schmerz, das darf ja wohl nicht wahr sein! Lahm und ungeschickt versuche ich den Hügel herauf zu kommen, ohne mir erneut das Knie zu demolieren. Ich verändere nochmal meine Griff-Technick, und laufe nun nicht mehr schräg neben dem Kettcar, sondern direkt dahinter. Meine Knie sind nun in Sicherheit und der Griff ist stabiler, doch richtig Gas zu geben trau ich mich nicht mehr, sind doch meine Reitstiefel entschieden zu rutschig auf dem Rasen! Wäre ja typisch wenn ich ausrutsche und mir neben dem Knie auch noch die Nase breche.
Nach einer gefühlten Ewigkeit bin ich oben angekommen. Ziemlich aus der Puste natürlich, und vermutlich in einer mieserablen Zeit. Doch nun gehts abwärts und ich habe meinen Ehrgeiz zurück und will das nun besonders gut machen. Halbwegs zeitsparend und minimal elegant drehe ich die Karre und hopse hinein, wie ein Bobfahrprofi hab ich etwas Schwung mitgenommen und schon geht es ratternd abwärts. Auch hier kollidiert meine Vorstellung mit der Wirklichkeit, diese Lenkung, die ist ja sauempfindlich, also Konzentration und strampeln! Ich hau rein in die Pedale, das mein Knie sich pochend zurück meldet, ab jetzt nur noch gerade aus - und wuuuusch wie Michael Schumacher durchs Ziel! Hey, die Abfahrt war spaßig! - Doch jetzt entdecke ich Jackomo, der bei dem klappernden Kettcar-Geräusch (und sicherlich auch weil ich Lichtgeschwindigkeits-Schnell gefahren bin) ziemlich ausgeflippt ist und nun in voller Größe um den armen Mann herum galoppiert. Schweif kerzengerade versteht sich. Der Mann hält sich aber tapfer am Zügel fest! Corinna und Teba bekommen davon nix mit und gucken mich mitleidig an. Sah wohl nicht sehr sportlich-agil aus, mein Fahreinsatz.
Ich beruhige Jackomo und nehme Teba. Corinna, pass auf dein Knie auf, das hab ich mir total angehauen!
Bevor ich ihr bei einem ausführlichen Pit Stop weitere Tipps zu den Fahreigenschaften geben kann, ist sie schon übermütig an der Startlinie. Wow, die kann heut garnicht genug Bewegung bekommen :)
Corinna startet und strauchelt und wackelt und schiebt... bei der Abfahrt quiekt sie etwas aber alles in allem sah das exakt so aus wie es sich bei mir angefühlt hat!
Und was sagt sie? Momo scheiße, mein KNIE! .... wir haben an den kommenden Tagen unseren blauen Fleck verglichen. Wie eineiige Zwillings-Flecken :-)

Nun war die Rallye auch schon vorbei und wir brachten unsere tapferen Pferde in ihren Anhänger. Die Auswertung solcher Punktetabellen dauert ja bekanntlich immer etwas. Wir nutzen die Zeit für Colabier am Lagerfeuer und plauderten mit Anne und ihren netten Stallkollegen. Balou hatte (ähnlich wie bei uns der blaue Fleck) auch einen Zwilling gefunden. Moritz. Moritz ist ein Labrador-Doggen-Mix, sabbert wenn er Würstchen sieht, legt und stellt sich gern in den Weg und macht dabei kugelrunde braune treue Augen, das man ihn einfach mögen muss.
Etwas Balou-untypisch allerdings ist seine Liebe zu einem Beaglemix. Den wollte er ständig besteigen. In aller Ruhe natürlich. Ihr könnt euch denken es war herrlich und wir haben viel gelacht!

Corinna drängte mich dann, das ich mir den Preisetisch mal ansehen soll, ich hätte bestimmt gewonnen!
Gewonnen? Ich? Hm nee das glaub ich nicht. Ich habe zwar bis auf eine Ausnahme immer volle Punktzahl, aber bei den Fragen wissen wirs nicht und beim Kettcar-Extrem-Race war ich eher lahm... aber Corinna war von meinen Siegesqualitäten überzeugt, was mir durchaus schmeichelte.


Der Ernte-Wagen mit den Super-Preisen

Also schlich ich um den Tisch herum und suchte mir 3 Sachen aus, die ich - wenn sie noch da wären - gern nehmen würde. Am schönsten fand ich eine Abschwitzdecke, und dazu gab es auch noch todchice Transportgamaschen. Aber auch noch weitere Preise waren sehr hochwertig. Die Spannung stieg... dann gings los zur Siegerehrung. Erstmal wurden alle Fragen beantwortet. Das fand ich toll, da wurden eventuell offene Rätsel geklärt, Jeder konnte noch etwas dazu lernen und man hatte gleich so eine Ahnung wie man wohl abgeschnitten hat. Denn manchmal hätte ich einen Roman schreiben können, aber ob das alles gefragt war?

Die genannten Antworten hatte ich nach meiner Erinnerung auch alle so beantwortet wie gewünscht. Am Ende lobte der Veranstalter "die 2-3 Leute" die die letzte Frage richtig beantwortet hatten. Natürlich kam nun der Satz zum Takt und in diesem Moment war ich richtig kribbelig: Hab ich vielleicht TATSÄCHLICH eine Chance auf den ersten Platz?????


Gespanntes warten auf die Platzierung

Ich rutschte hin und her und wartete die Danksagungen ab. Dann kamen die Ergebnislisten und die Händeschüttler und der Pokal wurde aus dem Regal genommen. Der erste Platz der Reiter-Rallye geht in diesem Jahr an Simone von Rabenau und ihr Pferd Jackomo!
JUHU JUHU JUHUUUU!!!!!!!! Ich sprang nach vorn und freute mich wirklich, mein geliebter toller Jackomo, du bist so cool und so toll und so vielseitig! Ein Pokal und eine hübsche Abschwitzdecke suchte ich mir aus. Ich könnte sie sogar umtauschen, wenn sie nicht passt. Wie ein Honigkuchenpferd übers ganze Gesicht strahlend lief ich zurück zu Corinna, als ihr Name aufgerufen wurde. Sie und Teba lagen auf Platz 2 hinter mir! Wahnsinn!

Ganz verrückt, der erste Platz!


und Corinna folgt sogleich :-)

Sehr knapp folgte Rang 3, und dann wurde nach und nach Jeder aufgerufen. Selbst der letze Teilnehmer konnte sich noch eine Kleinigkeit vom Preistisch aussuchen. Nur ein ganz fieser Minuspunkt an dieser Stelle.... es gab keinen Sekt!
Welch ein Faux-Pas, denn ich hätte großzügig sämtliche Vorräte aufgekauft und dem symphatischen Verein zu neuem Reichtum verholfen - nun ließen wir uns eben noch ein Bier schmecken, plauderten mit Anne und den anderen, die Tierärztin kam nochmal zum Gespräch und anschließend gab es noch eine Stallführung und wir besuchten Zeus.

Balou und Moritz spielten derweil Hase und Igel mit der Ria, und am Ende mussten die Kids mit den Kettcars den Großpapa Balou noch suchen - zum Glück haben sie den richtigen gefunden :)
Eure Momo