06.-09.08.2010 - Momo und Nine auf Scheckentour


TAG 1: SPORTPFERDEZUCHT AUFENANGER
Nach meinem letzten Besuch auf dem Hahnenhof sollte meine Reise zu attraktiven bunten Pferdemädchen nun weiter gehen.

Ich hatte mir 3 Stuten heraus gesucht und spontan konnte Nine sich meiner Tour anschließen. Vor uns lagen 1800km in 4 Tagen.

Freitags besuchten wir ein Gestüt, das Nine bereits kannte und dort wurden wir auch dementsprechend herzlich empfangen.

Wir haben uns die Pferde angesehen und gemeinsam Gegrillt. Und viele viele Fotos habe ich gemacht, schon nach unserer ersten Station war die große Speicherkarte voll :-D


SAINT LO
präsentierte sich uns gelassen mit lockeren Bewegungen. Besonders auffallend der überragende Trab. Ob dies mein neues Pferdchen wird?

























DIE HERDE
Durfte nicht fehlen - ein Blick auf den Nachwuchs von diesem Jahr und die Mutterstuten!
























ISMO & CHAMP ELYSEES & SAMOS

Ismo


SAMOS

Diese aussergewöhnlichen Hengste zeigten sich in Höchstform und - jetzt versteht ihr sicher weshalb meine Speicherkarte so schnell voll wurde. Einfach herrliche Fotomotive!
























































RIA & LUCY
*kein Kommentar* ;o)







Spielen und rennen...







...tanzen und springen...









...ziehen Grimassen...







...und haben sich lieb! :)

Am Abend konnten wir die frisch vermittelte Lilly bei ihren neuen Besitzern besuchen. Das freute besonders die Hunde, es wurde gerannt gebalgt, gebellt und gespielt. Es gab leckeres Gemüse und original Currywurst vom Grill, Rotkäpchen-Sekt und Marlborow Light. Ein herrlicher Abend :-D


TAG 2: INSELGESTÜT CHRISTIANSEN
Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, besuchten wir noch den Araberwallach, mit dem Lilly in Zukunft lange Ausritte geniessen soll ;-) Tolle Stallungen, tolle Koppel, sehr symphatisches Pferd!

Wir könnten mit etwas Glück die 14-Uhr-Fähre auf die Insel schaffen! Abfahrtszeiten und Preise kann ich der Homepage entnehmen und stelle fest, die nächste Fähre geht um 15 Uhr, danach erst 16:30 Uhr.
Also hochmotiviert mit unserem Flitzer auf die Autobahn (liebevoll "Ferrari" genannt, aufgrund seiner Farbe ...sonst allerdings keine Gemeinsamkeiten) und mit Vollgas Richtung Norden.

Leider wurde der Spaß der fahrt durch einen Stau gebremst. Auf Wiedersehen 14-Uhr-Fähre. Naja, halb so wild. Wir versuchten den Stau zu umfahren und schafften dies auch erfolgreich! Dummerweise kamen wir in einen weiteren Stau - nun wurde das mit der 15-Uhr Fähre auch eng!
Nine meinte, sie sei immer recht gut im Kart fahren gewesen, und die letzten Kilometer über land und durch die Ortschaften legten wir wie ein Rallye-Team zurück! Ich feuerte Nine an sich mutig in die Kurven zu stürzen und machte dem Ferrari mut nicht ausseinander zu brechen. Immer hart an den Geschwindigkeitsbegrenzungen flitzen wir Richtung Küste. Noch 14 Minuten! Noch 11 Minuten - noch ein Rentner mit 22 kmh vor uns, noch 8 Kilometer, gleich ein Kreisel, noch 6 Minuten, noch ein Reisebus - es war Haarsträubend!

Ungelogen um 14:57 Uhr waren wir am Kassenschalter der Fähre.
"Wirwollnnochnekartefürdiefünfzehnuhrfähre!" hetzte ich die Frau am Kassenschalter.
"Mit Auto?" -"JA!" - "Diese Fähre ist leider voll, wenn Sie keine Voranmeldung haben könnnen sie frühestens heute Abend um 21 Uhr mitfahren!" lächelte die freundliche Frau uns an.
Wir Stadtkinder haben keine Ahnung von Fähren, wir fahren allerhöchstens mal über Main oder Rhein und da ist eine Anmeldung nicht nötig. (Schon garnicht für den kleinen Ferrari, der passt in jede Lücke)

"Was müssen wir machen um zu Fuß noch auf die Fähre zu kommen?"
"Oh da müssen sie sich beeilen..." (Ach nee, das kommt jetzt überraschend!) "...parken Sie den Wagen dort Oben auf dem Parkplatz und nehmen sie den Shuttlebus... der Fährt - ja eigentlich jetzt. Vielleicht schaffen Sie es noch!"

Rückwärtsgang - hoffnungslos, hinter uns sind weitere PKW und Motorräder die auf eine der Fähren wollen. Also Flucht nach vorn - wie aus der Startbox mit Vollgas bis zum nächsten Ordner der sich auskennen muss wie man hier wieder aus dem Gelände raus kommt. Nine bremst und Fragt: "WIE KOMMEN WIR HIER RAUS?" Der junge Mann, sehr höflich "na weshalb wollen sie uns denn schon wieder verlassen?" wir sind nicht zum flirten aufgelegt, wir haben nur noch eine Minute Zeit! ich kreisch rüber "Wir wollen die 15Uhr Fähre erwischen! Wo gehts zumParkplatz?" Der mann steht augenblicklich kerzengerade, schickt uns um die Ecke und wünscht viel Glück - mit wuetschenden Reifen wie bei einer Verfolgungsjagd hechten wir den genannten Weg entlang. Der Parkplatz - ist VOLL! Nine kurvt schwitzend umher, ich versuche schonmal unsere habseligkeiiten zusammen zu räumen, einfach alles was greifbar ist in die Taschen stopfen, wo sind die Hundeleinen?
"Park einfach irgendwo!" Nine findet eine Lücke in die der echte Ferrari niemals hinein gepasst hätte - noch bevor die Reifen stehen spring ich raus, zerre die taschen aus dem Auto, leine die Hunde an und bepackt wie 2 Esel rennen wir los. Ich seh vor lauter Gepäck kaum etwa sund wäre planlos in die falsche Ecke gerannt - doch da steht der Shuttle-Bus noch, die Türen drohen jeden Moment zu zu gehen und die Gäste eines Cafes feuern unseren Run lauthals an!

Rumms, ich bin drin, Ria, Lucy Nine und alle Koffer auch. Die Türen schließen. Ich glaubs kaum wir haben es geschafft!

Angekommen wurden wir mit dem Auto abgeholt. Kurzes begutachten unseres Gepäcks - ihr wollt doch nur eine Nacht bleiben???

Am Abend konnten wir spontan am Wattritt teilnehmen. Das war ein Spaß! Nine bekam einen Isländer zugeteilt und ich ein Fjordpferd. Spitznamen: Dicki und Specki! Insgesamt wurden 11 Pferde für den ca 2-Stündigen Ritt gesattelt und Nine und ich hatten einiges zu lachen auf unseren Rössern :-)

Brav gings im Entenmarsch zum Strand. Auch im Trab und Galopp waren unsere Ponys super händelbar, jederzeit konnte man ohne viel Aufwand bremsen oder wenden Nur mit dem Gaspedal haperte es etwas. Wir mussten keine Angst haben ,dass unsere Ponys durchgehen würden.

Kurz vor dem Watt wurden nocheinmal Steigbügel und Gurte kontrolliert. Die Regeln sind simpel: Überholen und schnelles galoppieren erlaubt- nur das "Führpferd" darf nicht überholt werden.

Klingt nach Spaß. Nine und ich vereinbarten ein Wettrennen der Giganten und der Spaß konnte los gehen. Ich gab alles und Specki Falco zeigte überraschende Talente. Wir zogen vorbei an den anderen und setzen uns mit Abstand an Stelle 3 hinter den großen Führpferden. Nach einer Schrittpause wurde diese fantastische Galoppiererei wiederholt. Mein dickes Fjordpferd schaffte diesmal einen Sensationellen Run, musste dabei von fast letzter Position vorbei an den anderen, wir bekamen ordentlich Watschlamm & Wasser ab aber holten diesmal beinahe die beiden Führpferde ein.
Ja und Nine schaffte ihr persönliches tagesziel, das sie nicht letzte wurde. Ihr isländer weiss sich zu schonen und strengte sich einfach von vorne herein nicht an. Er wäre theoretisch trocken gewesen wenn Nine nicht gekämpft hätte um dran zu bleiben - dran am vorderpferd, und somit klitscheklatschenass von Helm bis Schuh! Watt-Nine!
Allerdings entschädigte Dicki sie mit einer schönen Tölt-Extra-Einlage im Watt!


DANKESCHÖN
Diese wunderschöne Dame mit dem aussergewöhnlichem Namen bezauberte mich auf Anhieb. Ein herrliches Tier, ob sie bald meinen Stall schmücken wird?






























TAG 3: SPORTSCHECKEN ETGERSLEBEN
Wenn wir schonmal so nah am Wasser sind, dann fahren wir auch nochmal zum Strand. Kein Auto dabei, also kurzerhand Räder ausgeliegen und gestrampelt. Vor allem Nine musste strampeln denn bei ihrem Fahrrad konnte man nur einen Gang auswählen: den kleinsten! Der arme Fuß vom reiten ohnehin lädiert machte aber tapfer mit. Am Strand angekommen ruhten wir uns aus und die Hunde (woher nehmen sie nur diese Energie?) spielten unermüdlich!











Termin für die Fähre war diesmal 11 Uhr. Da mussten wir mit unseren Rädern doch ein bischen treten weil wir am Strand etwas die Zeit vergessen hatten. Doch das taxi war schnell vor Ort und so ging es diesmal ganz entspannt aufs Schiff. Endlich mal zeit die Emails zu checken und zu telefonieren, mit der sanften Brause der Nordsee um die Nase - ein Gefühl von Urlaub für 45 Minuten Überfahrt.















An Tag 3 unserer Reise waren wir über 7 Stunden im Auto... eigentlich waren es nur ca 500km die wir zurück legen mussten (und davon ja ein paar mit der Fähre) aber die Staumeldungen "wegen hohem Verkehrsaufkommen" hielten an. Zusätzlich verfolgte uns eine stürmische Gewitterwolke Richtung Süden. Es war keine schöne Fahrt. Aber auch diese war irgendwann vorbei!

Angekommen war auch hier der stürmische Regen uns zuvor gekommen und tat sein bestes einen kleinen sehr gepflegten Stall zu verunstalten. Aber auch wenn die Pfützen schmuddelig sind, die Pferde glänzten in all ihrer Pracht. Uns wurde jedes Pferd mit seiner Geschichte vorgestellt und wir unterhielten uns über Vererbungen, Traumhengste und beim Anblick des Hofes bekomme ich richtig Lust mir gleich mehrere Stuten zu kaufen und auch solch qualitätvolle Schecken zu züchten. Ein bischen Träumen darf man ja mal...



SISSY C
Prinzessin ist untertrieben, deswegen erhält diese Dame den Namen einer Kaiserin und besticht durch bestes Exterieur!


































Sissys Stallnachbarin, leider unverkäuflich :-)


TAG 4: PFERDEHOF LÖWELSBERG
nach einer wunderbaren Nacht in einer sehr netten Pension wurde uns ein reichhaltiges Frühstück aufgetischt. Die Hoffnung auf eine Staufreie fahrt setzte uns optimistisch in Bewegung. Ohne größere Störungen erreichten wir Bad Orb. Bereits auf dem Hinweg stattete ich hier Jackomo einen Besuch ab. Auch auf dem Rückweg sagte ich meinem Freund Hallo. Wiehernd empfang er mich. Er langweilt sich hier. Ich verspreche ihm das er bald wieder bei mir ist und muss ihn doch an diesem tag nocheinmal zurück lassen.

Aber eins ist sicher, egal welches Pferd als nächstes kommt. Um in Jackomos Hufspuren zu treten müssen sich alle Damen gehörig anstrengen! Er ist und bleibt der Beste für mich! :)
Eure Momo