01.06.2010 - Casi´s beschwerlicher Weg zum Springpferd


Casi´s beschwerlicher Weg zum Springpferd
Hier möchte ich mal Casi´s beschwerlichen Weg zum Springpferd erläutern.
Ich habe ihn ja 2006 als 4-jährigen völlig roh gekauft. Er konnte keine Hufe geben, war selten beim Hufschmied und wenn dann nur sediert, konnte nicht geputzt werden....
Führen und am Kopf kraulen war alles ok, aber mehr durfte man nicht verlangen, versuchte man die Schulter oder gar die Beine zu berühren dann verfiel er in Panik.
Nach langem hin und her konnte ich ihn nach ca. 4 Wochen endlich mal reiten, wenn auch keine Hufe hoch nehmen ;)
Anfangs verlief alles super, aber im Januar 2007 wurde er immer schlimmer, er fing an mit den Zähnen zu knirschen und bekam immer mehr Angst vor anderen Pferden etc. was das reiten sehr erschwerte. Ich spielte sogar mit dem Gedanken mein Pferd zu verkaufen.
Ich versuchte alles, von Bachblüten über eine Haaranalyse, Osteopathie etc.
Im Sommer 2007 beschloss ich den Stallwechsel in einen Stall mit täglichem Weidegang in der Herde und siehe da, mein Pferd wurde wieder erträglich und fing an wieder mit zu arbeiten.
2008 fingen wir an zu springen und trainierten, wir gingen unsere ersten Turniere, Eignungsprüfungen, Dressurpferde etc.
Im Dezember 2008 krönten wir unser Jahr mit einem Hallengeländetraining in Emmersweiler, welches er super bewältigte.
Im Januar 2009 geschah dann aber ein Unglück, ich war auf Abschlussfahrt meiner Ausbildung beim Ski- und Snowboardfahren und da geschah es. Am letzten Tag meines Urlaubs fiel ich unglücklich und verdrehte mir das Knie.
Ende vom Lied war eine OP und längere Zeit keinen Sport. Dazu kam, dass alles nicht planmäßig verheilte und da ich mir keinen monatelangen Beritt leisten konnte und mein Pferd nun mal bis dahin alleine ausgebildet hatte und dies auch weiterhin tun wollte pausierte Casi leider auch. Mit ein Grund war auch, dass mein damaliger Reitlehrer/Bereiter leider nicht so gut mit ihm beim springen harmonierte.
Ich longierte Casi regelmäßig und wir machten freispringen um ihn einigermaßen im Training zu halten.
Im September fing ich dann wieder richtig an zu reiten und im Oktober dann auch mit dem Springen und was soll ich sagen, es war eine Katastrophe, mein neuer Reitlehrer schlug die Hände über dem Kopf zusammen und dachte glaube ich, dass wir niemals zuvor an einen Sprung dran geritten wären.
Casimir sprang völlig unkoordiniert und übersprang sich total, WENN er mal sprang. Er stand die meiste Zeit in der Halle und stieg und buckelte nur...
Man merkte es passt einfach nicht. Dann bemerkten wir ab und an ein dickes Bein und Casi´s Krankengeschichte begann.
Diese Story kann man hier nachlesen: http://www.alfa-weibchen.de/index.php?article_id=359

Ja und was soll ich sagen, nachdem das ausgestanden war und Casi wieder antrainiert platzte langsam den Knoten und Casi fing wieder an Vertrauen zu fassen und auch wieder zu springen. Sogar über böse, ganz bunte Sprünge ;)
Jetzt war auch noch ein Sattler da und hat meine Sättel wieder gerichtet und Casi ist wie neu ;)
Ich hoffe jetzt es bleibt so und ändert sich nicht mehr, nur weil ich jetzt mit diesem Bericht mein Glück ausdrücke. ;)
Als Beweis hänge ich mal ein paar Bilder an von einer Trainingsstunde auf einem Turnierplatz und ein paar von zu Hause.


Eure Andrea