11.-13.06.2010 - Pflegestation Kücken im Einsatz

Eine Woche vor dem besagten Wochenende erreichte mich die Nachricht, ob ich nicht auf „Billy“ aufpassen könnte. Seit Jim und Joe ihr neues und hoffentlich endgültiges Herrchen gefunden haben, ist kein Hund mehr bei uns gewesen.

Aber kommen wir erst einmal zu Billy:
Als ich 10 Jahre alt war lag irgendwann, allein und verlassen, ein Hund in Nachbars Garten. Ein schöner Hund! Und da mein Schulweg dort vorbeiführte, konnte ich den Guten auch ständig beobachten. Aber er lag immer nur in der Hundehütte, den Kopf auf die Pfoten gelegt und ruhte vor sich hin. Irgendwann sah ich seinen Besitzer gelegentlich mit ihm spazieren gehen. Und da ich mit meinem Tag weiter nichts anzufangen wusste, war irgendwann klar, dass ich doch mit dem Hund gehen könnte! Gesagt getan… und so kam es, dass wir schon bald jeden Tag bei Wind und Wetter durch die Rhön marschierten. Schließlich wurde mein Zeitplan später durch Schule und Reiten immer voller, dass für das Spazierengehen immer weniger Platz war. Und während sich mein Tagesablauf immer mehr änderte, zog sein Besitzer mit dem Hund weg.





Umso mehr freute es mich natürlich, ihn ein ganzen Wochenende für mich zu haben. Doch aus den geplanten langen Wanderungen wurde nichts. Schon Freitag Abend musste ich feststellen, dass mein kleiner Kumpel in die Jahre gekommen ist. Nach einer knappen Stunde Gassigehen lag er den Rest des Tages müde und erschöpft in der Küche. Da es relativ heiß draußen war, haben wir unsere Spaziergänge also auf ein Minimum reduziert.
Aber trotzdem war es eine sehr schöne Zeit. Selbst nachts fiel es gar nicht auf, dass wir einen Bewohner mehr hatten. Einfach ein toller Hund!


Eure Verena