13.-14.02.2010 – Lehrgang bei Kai-Steffen Meier

ICH DANKE YORK VON SCHLABRENDORFF FÜR DIE FOTOS!!!
HÖHEN UND TIEFEN BEI KAI
Es war schön mal wieder mit Corinna auf dem Weg zu einem Lehrgang zu sein. Beide Pferde gesund, beide Reiter fit - und natürlich das besondere Schmankerl: Kai-Stffen Meier als Lehrgangsleiter. Ich erhoffte mir viel Einfühlungsvermögen von ihm bei Beurteilung und Tipps bezüglich Teba. Da seine Karascada ja auch keine Schlaftablette ist und er sie trotz schwierigem Charakter so weit gebracht hat, war ich sicher er kann gut auf Teba eingehen.
so lässig können Trainer aussehen ;o)


Der Samstag fing an mit einer so genannten Cavalettiarbeit an. Die Cavalettis hatten zum Teil 2 Ständer, mehrere Stangen und befanden sich auf ca nem Meter Höhe - aber gestört hat das nicht :)
Zu Beginn der Stunde stellten wir uns kurz vor und konnten sagen welche Probleme wir haben.
Kai machte sich während der stunde unheimlich viele Gedanken zu Jackomos "er wirft häufig mal was ab - Problem" und befragte mich zu Techniken und Ausrüstungen und was wir nicht alles schon versucht haben. Ich war sehr erfreut das er das Thema so ernst nahm obwohl Jackomo in dieser Übungsstunde kaum eine Stange berührte.

Kai schaffte es in der Parcours und Stangenarbeit Elemente aus dem Gelände zu üben, so lernten wir den "Coffin-Effekt" kennen und er achtete immer wieder auf unseren sicheren Sitz.

In der 2. Stunde am Samstag gings auch schon raus auf den Springplatz auf welchem einige feste Hindernisse standen.
















vielen Dank an York für die Bereitstellung der Bilder!

Jackomo befand sich in Höchstform und obwohl er an diesem Tag ja schonmal geritten wurde spielte er Hindernissuchmaschine und machte richtig Spaß. Zum Schluss haben wir nochmal 5 Minuten Privatunterricht bekommen und den bösen Wassergraben überwunden - aus dm Trab und ganz lässig. Kai ist wohl ein Jackomo-Flüsterer :)





In der Mittagspause gabs Pizza und in dem gläsernen Reiterstübchen konnte man sich leckeren Kaffee aus dem Automaten ziehen oder liebevoll belegte Brötchen sowie selbstgebackenen Kuchen essen. Das ist ein Lehrgangs-Drumherum wie man es sich wünscht. Den Gastpferden wurde ausserdem Heu und Paddocks angeboten und alles in allem waren die Leute freundlich und Hilfsbereit und der Hof symphatisch und alles sehr sauber.
Nur die Hunde waren nicht bei jedem so Willkommen, so wurden wir angemeckert das die Hunde frei laufen - allerdings gehörten die besagten Hunde nicht uns sondern auf den Hof.... Aber sojemanden gibt es vermutlich auf jeder Reitanlage.

Sonntag klingelte mein Telefon gegen 7 Uhr, Corinna meldete sich krank. *uff* nun wollte ich ungern nur ein Pferd mitnehmen und hoffte ich könnte beide reiten. Ich erinnerte mich an die Zeiteinteilung an eine Gruppe in welcher nur 2 Reiter waren - da kann ich bestimmt mit einem Pferd einspringen. Innerhalb der nächsten Stunde erholte sich Corinna glücklicherweise so weit das sie zumindest zum Zuschauen mit kommen wollte. Sehr schön, dann mal Attacke.

Angekommen auf dem Hofgut Liederbach stapfte ich sogleich zum Trainer und erfragte ob ich in der 2er Stunde mitreiten könnte. "Die hat gerade angefangen" seine Antwort. Wir beschlossen das ich schnell aufsitze und warm reite und dann kurz Einzelunterricht bekomme wenn die Reiter aus der nächsten Gruppe warm reiten, das gleiche dann anschliessend mit Teba.

Ich eilte mich also und ritt auf dem etwas tiefer gelegenem Dressurviereck warm und wartete das Kai mich rufen würde. Leider hörte ich nicht seine Stimme sondern die einer Teilnehmerin die einen Markerschütternden Schrei los stieß. Dann schaute ich hoch und sah noch ihr Pferd, welches scheinbar gestürzt war, wieder aufstehen. Sie blieb liegen. Gänsehaut macht sich breit. Sofort eilten ihre Eltern und weitere Zuschauer zu ihr und zum Pferd. Das Tier lahmte und sie schien nicht auf stehen zu wollen.
Ein Krankenwagen wurde gerufen. Obwohl sie dort so lag und mit Abschwitzdecken warm gehalten wurde, schien sie ansprechbar und ich war beruhigt. Auch wenn klar war das es nun eine Verzögerung geben würde, trabte ich weiter und behielt mein Pferd im aufgewärmten Zustand. Meine 2 Mitreiter waren inzwischen auch auf den Pferden und die gedrückte Stimmung beim warten auf den Krankenwagen und der Erstversorgung hing in der Luft. Komischerweise verspürte ich keine Angst oder Unsicherheit bei dem Gedanken daran, gleich über diese Hindernisse zu reiten.

Wie Corinna dann berichtete, blieb das Pferd an einem der Sprünge so schwerwiegend hängen das es sich überschlug und vermutlich auf die Beine der Reiterin gefallen ist.
Soetwas kann leider immer passieren und der beste weg sich dagegen zu schützen ohne auf den Sport zu verzichten, ist wohl das sicherheitsorientierte reiten zu erlernen, so wie an diesen Tagen bei Kai.

Der Rettungswagen stand noch auf dem Hof da bogen Magda und Silvie um die Ecke. Silvie als Rettungsassistentin hätten wir eher gebrauchen können. Denn leider standen die meissten Zuschauer und der Trainer ein wenig Ratlos neben der Verletzten bevor der RTW gekommen war. Ist es eigentlich nicht Pflicht für einen Trainer einen Erste Hilfe Kurs zu machen? Als Reit-Trainer am besten für Mensch UND Pferd :)

Nun kam Kai zurück, er hatte 5 minuten Auszeit nach diesem Sturz gebraucht. Da ich und meine Mitreiter allerdings keine Anstalten machten irgendetwas anderes zu tun, als unter seiner Anleitung über diese Sprünge zu reiten, kam er schnell wieder in sein Element zurück und war wieder voll dabei. Nachdem wir einige Passagen einzeln übten, kam ein Parcours dran, ich startete mit Jackomo und gab mir viel Mühe bei der Umsetzung dessen was er mir geraten hatte. Es fühlte sich gut an und auch wenn ich beim vorletzen Sprung, dem wassergraben, die Zügel frei geben musste, ritt ich am langen Zügel noch über den letzen schmalen Stamm ins "ziel".

Kai grinste und meinte trocken: also besser kannst du mit diesem Pferd den Parcour nicht reiten.

Wow, so ein Lob bekommt man nicht alle Tage. Er fand es auch positiv das ich nach dem kleinen Hoppla am Graben einfach weiter geritten bin, es sei auch gut soetwas zu können mal eben am langen Zügel weiter reiten. Recht hat er wohl und ich verkrümelte mich noch auf die Hofeigene Galoppbahn um Jackomo nochmal ein kurzes stück laufen zu lassen.

Die anderen frierten sich derweil alles mögliche ab und so fanden wir uns dann im Reiterstübchen wieder. durch die Verzögerung wegen dem Sturz der Reiterin war ich mit Teba nun in die 13 Uhr Gruppe gerutscht denn dort ist ein Plätzchen frei. Also hatten wir Zeit uns den Brötchen und regem Gesprächsaustausch zu widmen. Eine Nachricht kam von der Mutter der verunglückten: keine inneren Verletzungen, keine Knochenbrüche, nur Prellungen!!! - Wir waren alle sehr erleichtert! An dieser Stelle nochmal gute Besserung an die Reiterin und ihr Pferd!!!!

Gut gelaunt krabbelte ich später auf das Tebchen. Tebchen war wohl auch gut gelaunt denn sie war recht artig. Zwar versuchte sie schon beim warm reiten immer mal wieder in richtung Ausgang zu drängeln, aber ansonsten hat sie gutes Benehmen gezeigt. Sie sprang willig und mutig und auch wenn nicht jeder Sprung gleich gut gelang war ich sehr zufrieden. Kai hatte noch einige Verbesserungsvorschläge für uns, aber deswegen sind wir ja auch hier : )

Zum Schluss nahm er sich nochmal für Teba Zeit um sie über Wassergraben und Plastik-Wassergraben springen zu lassen. Doch Teba war heute wirklich mutig und es klappte hervorragend!

Kai lachte über ihren "Auktionstrab" und vermittelte mir große Symphatien für das Pferd. Wusst ich doch, das er sie mögen würde, die verrückte Stute ;o)

Alles in allem muss ich sagen hat der Lehrgang meine Erwartungen übertroffen, Kai ist ein selbstbewusster Trainer der sich auf jedes Pferd einstellen kann und der es schafft das man als Reiter alles gibt. Er nimmt sich für jeden Reiter viel Zeit und sein Unterricht ist nicht 0815. Mit 3 Reitern pro Stunde wäre es sicherlich noch idealer, aber ich finde auch so ein lohnenswerter Lehrgang!

Eure Momo

neue Bilder von Silvie, vom Sonntag:


Elvis hat alles im Blick


Mit Jackomo im Parcour unterwegs







und danach gehts zum kurzen Sprint auf die Rennbahn


Silvie hat davon viele Bilder gemacht, die hab ich mal zusammen gefügt:


und dann ausgiebig austraben lassen!


Herr Elvis, es geht noch weiter! :)


jetzt kommt Teba!







Schweifchen in die Höh! :)


über der Ecke


Auktionstrab ^^








Elvis hat immernoch besten Überblick!


Danke Kai, war Prima!