Jim und Joe - Das Happy End

Nun ist das Ganze schon ein halbes Jahr her, dass Jim und Joe bei uns eingezogen sind. Es war Ende Juli 2009, ich hatte Sommerferien und ganz sicher keine Langeweile. In der Nacht vom 27.7.2009 durfte ich die zwei kleinen Spanier in Empfang nehmen. Den schon recht wachen Joe, der sogleich die Wiese für unglaublich toll befand und seinen Kumpel Jim, auf dem Boden zusammenkauernd und bloß nicht bewegend. Genaueres zu unserer Willkommensnacht findet ihr hier (klick).
Am darauf folgenden Tag musste ich die Beiden von der Küche in die Wiese, von der Wiese in den Garten und überall hin tragen, denn Leinen oder so was wie Halsbänder und Geschirre kannten die Rüden schlichtweg gar nicht. Deshalb setzte ich mir eine Art „Wochenziel“ – Gassi gehen. Es müsste nicht weit sein; aber Hauptsache, dass die Hunde nicht immer nur in den Garten gehen müssen.
Und schon am nächsten Tag drehte ich morgens meine erste Runde mit den zwei Pflegekindern. Es hat einfach geklappt – als hätten sie jahrelang nichts anderes getan.
Ganz so schnell kamen wir nicht mit Allem voran – aber die Terrier zeigten sich sehr lernwillig und der Alltag holte uns ein.
Einzelheiten rund um das „Alltägliche“ sind auf unserem weiterhin bestehenden Pflegestellentagebuch zu finden.
*klick* Es dauerte viel länger, als wir vermutet hatten, bis die Hunde ein endgültiges Herrchen gefunden haben. Wir hatten schließlich auch unsere Ansprüche an die Leute, zumal es ja „für den Rest des Lebens“ der Hunde hieß. Die Einen schienen nicht zu wissen, dass ein Hund auch wirklich Geld kostet und es mit ein bisschen Futter nicht getan ist – die anderen wollten lieber zwei Weibchen haben und wieder andere erkundigten sich und meldeten sich schließlich nie wieder. An dieser Stelle eine kleine Anmerkung an alle, die sich einen Hund oder generell ein Tier anschaffen möchten: Es ist ratsam, sich vorher zu erkundigen, was so ein Geschöpf in Anspruch nimmt, wie alt es wird und welche Vorraussetzungen man haben sollte, um dem Tier ein artgerechtes Leben ermöglichen zu können.
Tierschützer warnen immer und immer wieder davor, doch zu viele Menschen nehmen es einfach nicht ernst. Mit ein bisschen Futter ist es nicht getan. Der Tierarzt möchte bezahlt werden und der Hufschmied bei einem Pferd arbeitet beispielweise auch nicht umsonst.
Auch ich durfte die Erfahrung machen, dass es Menschen gibt, die das scheinbar nicht wissen oder zumindest nicht wahrhaben wollen.
Mitte Dezember ging alles ziemlich schnell – wir hatten DIE neuen Herrchen für Jim und Joe gefunden und nur 4 Tage später sind sie schon umgezogen. „Kurz und schmerzlos“ sozusagen.
Das Warten hat sich wirklich gelohnt; aber seht selbst:
Noch im Sommer hätte niemand geglaubt, dass die zwei herrenlosen Spanier ein solche wundervolles Zuhause finden! Ich bin echt heilfroh, dass es so tierliebe Menschen wie Sabine und Momo gibt. Ohne deren Hilfe wäre den Hunden sicherlich in den grausamen Tötungsstationen ein Ende gesetzt worden!
Eure Verena