Berittstunde von Pepperoni

Nachdem ich meine Valencia vor sieben Wochen verkauft hatte, war für mich klar, dass ich Pepperoni und auch mich nun stärker fördern wollte. Ausbildungstechnisch sollte es jetzt einfach voran gehen. Soweit hatte ich meine Traberline ja ganz gut hinbekommen, aber für die Feinheiten musste da jetzt mal ein „Profi“ dran.

So hatten wir unsere erste Berittstunde. Ich war sehr gespannt, wie es wohl klappen würde. Meine Stallfreundin meinte nur „Vertu Dich nicht, das kann am Anfang schon mal sehr unharmonisch aussehen.“

Aber ich war trotzdem gespannt und freute mich tierisch. Nach dem Warmreiten wurde getauscht und meine Reitlehrerin „ging drauf“. Sie nahm Pepperoni vorne sofort dran und erklärte mir, dass sie das macht, damit sie dauerhafter unten bleibt. Pepperoni gab zwar dem Zügel immer super fein nach, gab man dann aber auch nach, kam das Köpfchen gleich wieder hoch, was einem ständigen Nicken ähnelte.

Nach ein paar Runden im Schritt, trabte meine RL Pepperoni an. Auch hier sollte mein Hotti den Kopf konstant unten halten. Man sah ihr an, dass ihr das sehr schwer fiel, aber sie gab sich Mühe und machte schön mit. Sie wurde auch zusehends langsamer im Trab und das Ganze fing an ein „Jog“ zu werden. Oh sah das bequem aus. Ich hatte riesigen Spaß.

Zwischendurch übte meine RL immer wieder das laterale Nachgeben im Schritt. Auch das funktionierte, wobei Pepperoni immer wieder animiert werden musste, nicht nur den Hals, sondern auch die Mittelhand zu biegen. Meine RL erklärte, dass da zwar noch mehr kommen müsste, dies aber nur auf die unzureichende Gymnastisierung zurück zu führen sei. Das würde Pepperoni alles noch lernen. Ich müsse diese Übung nur immer und immer wieder machen.

Zwischen diesen ganzen Biegeübungen forderte meine RL immer wieder das Rückwärtsrichten und auch hier hatte der Kopf unten zu bleiben. Pepperoni machte das einfach klasse. Beim Rückwärtsrichten konnte man richtig erkennen wie der „Popo“ nach unten ging, wie sie richtig die Hinterbeine untersetzte.

Dann wurde wieder im Trab gearbeitet. Mittlerweile waren die Zügel schon recht locker und Peppi lief schön versammelt; und vor allem ganz langsam, aber trotzdem fleißig, hinten schön untertretend. Die Zügel wurden länger und länger und es glich schon einem schönen entspannten Jog mit netter Kopfhaltung. Meine RL meinte nur, dass sie ja am Anfang doch etwas skeptisch gewesen wäre. Hmm, eine Traberstute Western auszubilden…

Aber sie war ganz begeistert und meinte: „Du hast hier ein ganz tolles Pferd. Sie versteht schnell und ist eifrig bei der Sache. Es wird nicht lange dauern, bis wir anfangen können, ihr bestimmte Manöver beizubringen.“ Das ging natürlich runter wie Butter. Ich war sehr stolz und einfach sehr, sehr happy. Ich bin gespannt wie es weiter geht und werde natürlich über weitere Fortschritte berichten.


Eure Julia