16./17.05.2009 - Vielseitigkeitsturnier in Altenstadt


Ohne Wassergraben zum Ausschluss....


... Teba sollte endlich ihre VA-Karriere beginnen (Jackomo noch krank zu Hause). Nachdem wir in Gravenbruch ja leider nach der Dressur wegen Lahmheit abbrechen mussten, freuten wir uns auf die nächste Chance in Altenstadt. Da hier in den Vorjahren, in den Springparcouren immer ein großer Graben stand, klärten wir mit Michaela ob wir vorher mal das Plastikding üben könnten. Dürfen wir. Vor dem Turnier übten allerlei reiter die Geländehindernisse und das Wasser. Wir übten auf dem Springplatz das Plastikwasser - und was soll ich sagen, es klappte hervorragend! Teba sprang mutig und optimistisch und war nicht besonders guckig. Klasse! Abschließend noch ein paar feste Hindenisse und dann glücklich zurück in die Heimat, Altenstadt kann kommen! Und Altenstadt kam. Corinna und ich waren fröhlich und optimistisch, aber angesichts des schon schwereren Geländes und dem Bangen um den Wassergraben, eher zurückhaltend. Die Dressur verlief super, zwar war Teba bis zur Schritttour eher verpannt, lockerte sich dann aber sehr schön und trat gut mit. Belohnt wurde der Ritt mit einer 6,9 - unsere absolute Bestnote.

Lang fackelten wir nicht, sofort ein Gläschen Sekt und diesen kleinen Erfolg würdig feiern. Dann feierten wir noch ein bischen weiter: Kein Wassergraben im Parcour! *JIPPIE!* Das war das beste was wir tun konnten, denn im Springen wars dann alles andere als ein Eroflg. Schon auf dem Abreiteplatz kein Zug zum Sprung und ich gab mir große mühe mit durchhängendem Zügel über den Oxer zu kommen. Sie sprang zwar, aber nicht wie ein Vollblüter sondern mehr wie eine Schlaftablette.

Erinnerungen vom letzten Jahr kamen auf, als Jackomo mich im Parcours völlig hängen liess (16 Strafpunkte mit ach und krach)

Dann waren wir dran, teba war sehr ruhig - zu ruhig. ich bekam sie zwar in gang aber null auf zug und so hatten wir auch schon einen Fehler am 1. Oxer. Aus einer engen Wendung heraus dann auf 2, ein Steilsprung, ich musste in der kurve Tempo raus nehmen und das war der schlüssel zum misserfolg. Im kleinen Galopp kamen wir zum Sprung, ich drückte die beine zu und für den moment war teba dann ganz wach, sie katapultierte alle viere aus dem stand über den Sprung, ich verlor meinen rechten Bügel, klammerte mich an ihr fest doch konnte nicht verhindern in der landung am linken zügel zu hängen. das hatte zur folge das Teba energisch nach rechts ausbrach u nd ich mich mit beiden füßen auf dem Boden wieder fand. Oh nein! Mir wurde sofort klar was das bedeutete. nicht weiter springen. Kein Gelände. keine zweite chance. scheiße!

Wir waren selbst schuld an dem Misserfolg, wir hatten das Gebiss gewechselt. eigentlich kennt und mag sie beide, doch sie hatte das bisher nie mit einem hannoveranischem Reithaltfer an. es muss sie so massiv gestört haben das sie keinen zug aufbauen wollte.

Soetwas kann passieren. Das ist Ok und ich war nicht sonderlich sauer auf mich oder gar auf das pferd. Aber ich wäre sooooo gerne am Sonntag ins Gelände gestartet. darauf hatte ich mich sehr gefreut und dafür machen wir ja alle diesen Sport :) Es folgten natürlich etliche Gespräche mit allen die mir Daumen drückten oder ebenfalls an der VA teilgenommen hatten. Die Frage wird aufgeworfen, wie diese Regelung wohl entstanden ist... würde ja mehr Sinn machen das dann auch Dressuren unter 5.0 nicht weiter machen dürfen oder am besten wenn sie ganz abgeschafft wird, denn ich finde "nicht weiter machen dürfen" irgendwie unhöflich. Lasst uns doch machen wenn wir mööchten, zu Trainingszwecken, ausser Konkurrenz oder oder oder! In den "richtigen" Vielseitigkeiten kommt das Springen ja sogar nach dem Gelände - so fragen wir uns weshalb bei A Niveau den Stangen so viel Wichtigkeit zugetragen wird. Aber Regeln sind eben Regeln und Teba blieb am Sonntag daheim während Corinna und ich nach Altenstadt fuhren um Michaela die Daumen zu drücken. Das war auch nötig, also nicht unbedingt für Michaela, sondern für viele andere Teilnehmer. Das E Gelände war sehr anspruchsvoll gebaut, weg vom Abreiteplatz der erste Sprung und 2 gleich eine große Obstkiste. Wenn die Pferde über Sprung 3 sind und endlich ein bischen "Go" haben auf dem Weg zurück, kommt eine scharfe Kurve nach Rechts über das Entenhaus. Spätestens hier waren Vorbeiläufer dann auf dem Konto. Nicht aber bei Michaela, sie schaffte eine schöne Runde, auch über den schmalen Windbruch bis ins Ziel und wurde mit einer 7,5 belohnt! Das ab noch ein Schleifchen fürs Kamikaze Konto, leider reichte es aber nicht für eine Platzierung in der VE die von jungen Reitern dominiert wurde.

Insgesamt ein schönes Turnier mit netten Richtern (die Raserei im Gelände mit niedrigen Noten bestraften! Was ich absolut richtig finde) toller Gesamtstimmung, wunderbarem Wetter aber wieder schlechter Bewirtung.

Ich hoffe Altenstadt 2010 wird meine miese Parcours-Serie beendet, und ich hoffe in Kloppenheim darf ich ins Gelände starten



Eure Momo