05.04.2009 - Frühjahrsjagd auf der Kollerinsel, Otterstadt


Corinna und die Kollerinsel...


...sie wollte unbedingt hin uu der Jagd auf der Halbinsel. Also bin ich mit ihr Richtung Mannheim gefahren und mit der Fähre auf die Kollerinsel. Hier steht ein beeindruckendes Reitzentrum, hier findet die Schleppjagd hinter den Foxhounds statt. Das Reiterfrühstück hatten wir leider wegen Trödelitis verpasst. Angekündigt als leichte Jagd „im Kreis“ erwarteten wir keine großen Sprünge. Da die Insel nicht besonders groß ist, wird auch schnell klar, weshalb es wenig Auswahl bei der Streckenführung gibt.

Viele Reiter sind gekommen und die Organisatoren freuten sich bei bestem Wetter alle über die Insel zu führen.








Los geht’s, unsere Pferde trotz Temperaturen sehr frisch und wir hatten viel zu tun. Die Hindernisse waren liebevoll gebaut, wenn auch etwas schmal. Die Reiter waren zum großen Teil undiszipliniert, überholen, quer springen, neu Anreiten – stört hier augenscheinlich nicht. Was sind wir Hessen nur so ordentliche Jagdreiter ;)








Eine Schleppe war allerdings wirklich nicht schön angelegt, mehrere kleine Stämme relativ dicht hintereinander. Die großen Hunde gaben ein hohes Tempo vor und wir mussten hinterher – über diese vielen Stämme mit einer Höhe von ca 60 cm. Ich hatte ganz kalte Hände, weil Jackomo am dem dritten Stamm gar nicht mehr geguckt hat, sondern nur noch weiter gelaufen ist. Solche Hindernisse sind auf der Jagd gefährlich und die Pferde können stolpern.






















Es sind aber alle heile im Ziel angekommen. Corinna und ich haben eines sehr vermisst: das Wasser!!! Wir sind nur innerhalb der schützenden Deiche geritten, konnten nirgendwo Wasser sehen. Und dafür fahren wir extra auf eine Insel. Die Prile waren auch ausgetrocknet, das war natürlich total schade. Wäre für die weit Angereisten wirklich schöner ein kleine Tour am Wasser zu reiten, so wie die schöne Schleppe am Rhein, bei der Petersau-Jagd. Aber solche strandartigen Vorraussetzungen hat man leider nicht überall.

Auf der Kollerinsel war nicht nur der Boden sehr trocken, es gab auch während des Rittes keinen kleinen Stop, um sich zu erfrischen. Nur eine längere Pause bei Brötchen und Getränken auf der Reitanlage, hier konnten wir dann sogar die Pferde tränken, was natürlich sehr positiv war.

Nach der Jagd gab es sogar noch ein Jagdgericht, hier wurden Nachwuchsjagdreiter für ihren ersten Ritt „getauft“. Leider wurden nicht die Reiter erwähnt, die umher schossen, ich hätte mir bei dem heißen wetter gern noch einen ausgeben lassen ;)








Nach dem deftigen Essen fuhren wir zurück mit der Fähre, es war ein schöner Tag und ein netter Ausflug. Aber ob wir den Weg zur Kolleinsel nocheinmal fahren werden, wissen wir noch nicht.


Vielen Dank an Martin Diehl, dass wir seine Bilder online stellen dürfen.


Eure Momo