18.02.2009 - Cavaletti Training mit Ingrid Klimke, Alsfeld


PM-Fachtagung mit Ingrid Klimke

(Cavalettitraining für Sport- u. Freizeitpferde)


Fast pünktlich wurde ich abgeholt und so ging es mit Jessy, Andrea – die allerdings keine Kamikazers sind und zwei Kannen Kaffee Richtung Alsfeld. Wir alle drei waren gespannt, was uns dort erwartete, immerhin war der Eintritt auf 20EUR gesetzt und das nur fürs zuschauen. Da setzt man schon Erwartungen.

Von Anja erfuhr ich ein paar Tage früher das Klimke super tollen Unterricht gibt. Cavalettiarbeit hatte Anja schon mal bei ihr gesehen und war sehr begeistert.

Endlich kamen wir gegen 16:30 Uhr in Alsfeld an und ich wunderte mich echt, das schon so viel Interessierte um diese Uhrzeit Zeit hatten. Den die Tagung begann um 17 Uhr. Entweder man hat frei oder wohnt in Alsfeld oder ist im Schichtdienst um das dort hin zuschaffen.

Also noch schnell eine Zigarette geraucht, ab auf die Toilette, noch ein lecker Leberkäsbrötchen organisiert und schnell sich einen Platz gesucht.

Die Plätze waren schon gut belegt. In der Halle standen schon die Cavalettis. Seltsam sahen sie aus und ich muss zu meiner Schande gestehen, das ich Cavalettis in so einer Ausführung noch nicht gesehen hatte. Anstatt die üblichen Kreuze waren dort, viereckiges Alugestell.

Pünktlich um 17 Uhr ging es los. Die Besucher und Mitglieder der FN wurden begrüsst. Endlich ging es los und Frau Klimke bekam das Mikro überlassen. Fröhlich und mit sichtlich guter freundlicher Laune begrüsste die rund 300 Besucher und stellte kurz vor, was sie in den 3 Stunden vor hatte. Es sollten mit den jungen Pferden und der Cavalettiarbeit beginnen, später die Dressurpferde, dann eine kurze Pause und zum Schluss sollten die Springpferde an der Reihe sein. Dann sagte sie auch was zu den komisch Aussehehenden Cavalettis. „Diese hat man jetzt immer!“ Gerade wenn man mit der Longe arbeitet, kann dort nichts passieren „Sonst hat man das Pferd nicht mehr an der Longe, sondern in der Longe“ Da es dort nichts gibt, sich zu verhädern. Klar! Und das sie wirklich super sind, sollte mir und auch den anderen in den nächsten Stunden zeigen.





Bei den ersten Reiterpaaren, handelte es sich um zwei 5 jährige. Obriges Pferd eine Stute, noch nie mit Cavalettis in Berührung gekommen und ein 5 jähriger Wallach, dieser als Führpferd und mit Cavalettis bereits gearbeitet worden.







Weiter ging es mit den Dressurpferden. Eine Braune Stute, 7, jährig und nach langer Krankheitspause langsam wieder im Sport, noch nicht allzuviel Turniererfahrung. Das andere Reiterpaar, L/M Dressur.





Frau Klimke beantwortete noch vor der Pause jede Menge Fragen.





Jetzt kamen die Springpferde dran. Als ich die zwei Reiter reinreiten sah, war ich sehr auf desen REiterstile gespannt, aber ich sollte mein blaues Wunder erleben.

Sie stellten sich vor. Der erste Reiter, 14 Jahre alt. Seine Stute 7 jährig und in Dressurpferde A bereits platziert. Der zweite Reiter mit seiner Stute Dressurpferde L platziert und gewonnen.







Nachdem auch die Springpferde fertig waren, gab es noch mal eine Fragerunde. Am meisten freute sich Frau Klimke über die Frage, was Sie mit Ihren Dressurpferde arbeiten würde. Ihre Antwort: Mindestens 1x die Woche raus ins Gelände. Und diese werden nicht anders behandelt, auch diese "dürfen" mit Cavalettiarbeiten, ob Jung, Grand Prix oder Schulpferd.



Mein persönliches Fazit: Eine tolle Fachtagung die Ingrid Klimke abgehalten hat. Mit viel Witz und genaues Beobachten konnte sie sich auf alle Teilnehmer sehr schnell einspielen. Ich würde sofort wieder einen Lehrgang von ihr besuchen. Die 20EUR haben sich 100% gelohnt.

Was mir absolut in Erinnerung bleiben wird, waren die zwei Reiter und ihrem Reitstil. Sowas sieht man wirklich selten. Sehr feine Hilfen, tolle Pferde und einfach einen ganz ganz tollen Reitstil. Da könnte sich so mancher Reiter eine Schreibe von abschneiden. Der Höhepunkt, war mit Sicherheit das beide OHNE Steigbügel über die Cavalettis sind.

Auch muss ich sagen, das mir die ersten vier Reiterpaare nicht so toll gefallen haben. OK als Aussenstehende kann man immer so viel sagen, aber man hatte leider den Eindruck als ob die Damen nicht zuhören würden und das ganze nicht umsetzen wollten. Schade. Aber vielleicht täusche ich mich auch einfach :-)



Eure Punzel