18.11.2008 - Besuch bei Meredith Michaels Beerbaum

Pilgerreise zu Meredith und Markus Beerbaum

Nun war es endlich so weit…nach meiner Französischklausur (wurde eine 2…Meredithpower halt) machte ich mich auf den Weg in den „Hohen Norden“ um Steffi in Osnabrück abzuholen.

Deutsch-Amerikanischen Freudentag zelebrierte Steffi schon am frühen morgen als sie einen Amerikaner vernaschte (ein Schelm wer dabei böses denkt). Nach langer spektakulärer Anreise (mit Racingstreifen als Andenken) schickte uns das Navi kurz vor Bremen von der A1 und schon beim ersten Schild „THEDINGHAUSEN“ war es um uns geschehen; Schnappatmung und Herzrasen setzten ein. Das Örtchen, besser gesagt die von Häusern umschlossene Straße Thedinghausen wurde von uns beiden dann auch erst einmal unter die Lupe genommen. Dabei konnte vor allem die männliche Dorfjugend Anfang 20 für mächtig Pluspunkte sorgen.

Fest entschlossen bald in MMB`s Nachbarschaft einzuheiraten ging es dann am örtlichen Konsumtempel, dem Supermarkt mit eigenem(!!!) Kundenparkplatz vorbei. In der designated Road (Yes, of cause my Navi speaks english with me) ging der Wahnsinn weiter. Hinter Feldern und Wiesen entdeckte Steffi plötzlich etwas völlig unerwartetes: DAS BEERBAUMSCHE HAUS!!! In meinem Auto spielten sich nun Szenen der Begeisterung ab, die es so wohl zuletzt in der Steinzeit gab, als irgendein Urmensch das erste Lagerfeuer entzündete.

Steffi: „EIN HAUS…AHHHHHHHHH!!!! Oh mein Gott …..Ich hab ihr Haus gesehen!!!!!!!! AHHHHHHHHHHH!!!!!“ Gut, auf dem rechten Ohr war ich nun Taub. Langsam fuhren wir um die letzte Kurve und da standen wir, direkt vor der Einfahrt von unserer kleinen, süßen, Pferde “managierenden“, Ex-Amerikanerin Meredith Michaels-Beerbaum. Wie es sich gehört parkten wir direkt daneben…warum auch weit laufen?! Wir gehörten zu den ersten die da waren und positionierten uns direkt vors Tor.

Mit der Zeit füllte sich die Einfahrt und unser Partyfaktor stieg. Unser Dauergrinsen wuchs und wuchs und dann endlich öffnete sich das Tor. Wie eine Horde Japaner im Disneyland schritten Steffi und Ich auf den Hof. Dort wurden wir auch gleich von einer Kamera der FEI empfangen, die irgendeine Reportage drehten.

Carina: “Immer schön lächeln sonst schneiden die uns raus…und wir wollen ja schließlich ins Fernsehen“ Nun standen wir da also zwischen Haus und Stall und wurden neugierig von Checkmate beäugt, der aus seiner Box schaute. Da wir uns vorgenommen hatten auf jede Kleinigkeit zu achten, vielen uns sofort die schweren, weißen Vorhänge im Wohnzimmer auf. Als das Kamerateam dann näher um uns rum schwirrte, machte ich dann die Feststellung des Tages: „Oh my god!!! DIE SPRECHEN MEINE SPRACHE!“ Das Kamerateam kam nämlich aus England und erst jetzt entdeckte ich den grünen Mercedes GLK mit gelben, Britischen Kennzeichen (keine Angst ich hab das Auto da gelassen).

Nachdem nun schon die ersten 40 Bilder geschossen waren, kamen auch endlich die beiden Zuckerschnecken des Reitsports: ***MMB + MB*** Meredith hatte sich heute für eine Kombination aus total unauffälligem Neon blau und hellblauer WM Cap entschieden, Markus eher schlicht mit Opa-Teppichmuster-Pulli und einer beige-braunen Jacke. Und sofort viel uns wieder etwas auf. Wir haben Meredith noch nie 2-mal in derselben Jacke gesehen.

WIR WOLLEN AUCH VON PIKEUR GESPONSORT WERDEN!!!

Meredith grinste nun in die Menge und erklärte den Ablauf. Wir können uns überall umschauen und wenn wir fragen haben sollen wir sie einfach stellen. Wir zwei zogen also los in den Stall und schon hinter der 1. Tür der Knaller:

Steffi mag ja die Puscheldiva sein, aber Meredith ist definitiv die Puschelqueen. Denn hier hangen neben zig Schärpen, Caps, Schleifen, etc. auch unzählige kuschelige Puschelhalfter. Von dort ging es weiter in den Stall, wo das nächste Highlight nicht lange auf sich warten lies: OLYMPIA EINSTREU! Tja, Nobel geht die Welt zugrunde. Weiter vorbei am grünen McDonalds Colaglas (Sorry aber das GRÜNE Colaglas ist doch wohl echt das hässlichste von allen), der 49 Cent Ikea Wanduhr, die wir auch haben und die sogar Regen und Schnee überlebt, an Merediths Handynummer (natürlich für den Notfall gleich mal eingespeichert) ging es zum Schmied, der grade schwer beschäftigt war. Und plötzlich und unerwartet stand sie da: Die Liebe meines Lebens. Er, der Pferdepfleger aus England, führte grade eins der Pferde zum Schmied.

Viel zu schnell wurde ich aber durch Steffi wieder abgelenkt die nun auf ein Regal zeigte und anfing zu lachen. In dem Regal standen mehr Shampoo und Glanzspray Flaschen als Loesdau pro Jahr verkauft. So langsam kam und der Beerbaumsche Stall vor wie ein Adventskalender: Hinter jeder Tür eine neue Überraschung.

Denn nun standen wir in der Reithalle und wir müssen sagen: Die ist klein! Naja es werden max. 2 Pferde drin bewegt aber trotzdem…das hatten wir uns jetzt irgendwie anderes vorgestellt. Wobei so eine kleine Halle ist auch irgendwie schon wieder Süß. Wir schauten Markus ein wenig zu wie er seine Runden drehte. Nach dieser kurzen Pause schauten wir uns den Rest des Stalles an.

Und da war er wieder: Mein Engländer! Natürlich schaute ich ihm zu wie er eins der Pferde putzte wie es kein andere je hätte putzen können, als so ein Opa ihn fragte wie viele Pferde hier im Stall sind. Und da war ich gefragt! Die Liebe meines Lebens konnte nämlich kein Deutsch und der Opa kein Englisch. So sprang ich kurzerhand als Dolmetscherin ein und bekam seine volle Aufmerksamkeit. Nachdem alle Fragen geklärt waren machten wir uns auf den Weg um Meredith zu finden. Schließlich hatten wir ja noch Autogrammwünsche und ein kleines Geschenk für sie.

Sie stand noch immer draußen und verteilte Autogramme wie sie es schon vor 45 min getan hatte. Nach einigen Minuten standen nur noch wir beide und Meredith draußen. Als erstes gaben wir ihr das Foto der Kamikaze Reiter und richteten ihr schöne Grüßen von allen aus (Ihr hättet ihrGgrinsen sehen müssen xD). Danach wurden noch die Fotos die wir schon mit ihr hatten unterschrieben, neue gemacht und danach ging sie wieder in den Stall. Tja wir standen alleine und verlassen auf dem Hof. Richtig da kommt man auf doofe Gedanken. Natürlich schauten wir uns jetzt erst mal ihr Auto genauer an. Und als wir da so neben der Haustür standen, neben der ein Schuhabputz-Igel wachte, schauten wir uns dann mal das Haus genauer an.

Als erstes drückten wir unsere Nasen am Wohnzimmerfenster platt. Die Wände waren alle mit Fotos behangen und Zwischen den zwei stilvollen beigeweiß gestreiften Sofas thronte auf einem kleinen Tisch Merediths Bambi, den sie 2005 in der Kategorie Sport bekommen hatte. Weiter ging es zum nächsten Fenster. Hier war eine Fernsehecke die den Übergang vom Wohnzimmer ins Esszimmer bildete. Aber erst mal müssen wir meckern. Denn TV, DVD- und Videorecorder waren auf STAND BY!!!! Also so schont man die Umwelt und den Geldbeutel aber nicht. Vor dem Fernseher herrschte das absolute Chaos. Ein Berg aus Videos und DVDs war dort wüst vor dem Fernseher zusammen geschoben.

Wir beiden Hobbyermittler gingen nun hinters Haus auf die Terrasse. Als erstes wurden wir von der atemberaubenden Aussicht fast erschlagen. Ein Teich, Wiesen und Felder-Natur pur.

Doch dann das unerwartete Highlight: Ein Whirlpool!!! Jetzt machten wir uns 10 min Gedanken was in diesem Whirlpool wohl schon alles passiert ist xD. Nachdem unser Kopf dann wieder halbwegs klar war ging’s vorbei am blauen Kugelgrill und einigen Tonengeln zum Küchenfenster. Auf dem Tisch stand eine Tasse mit einem grinsenden Gesicht drauf und die Tageszeitung. Kam mir irgendwie alles bekannt vor. Neben der Küche war ein eine “Raum für Alles“. Auf der Waschmaschine lagen mind. 5 paar ungetragene Kniestrümpfe von Pikeur und im Riesenkühlschrank von Warsteiner stand eine Magnumflasche Sekt. Dann entdeckten wir das Schuhregal, auf das wir von dem 2. Fenster aber einen besseren Blick hatten. Also ums Haus rum und da standen wir und analysierten.

Carina: „Also die hatte sie auf jeden Fall beim Tigerentenclub an!“ Dann entdeckten wir die EdHardy Chucks und guckten uns etwas verwirrt an. Wir haben ja mit allem gerechnet aber EdHardy Chucks passen irgendwie erst auf den 2. Blick zu Meredith. Und dann war da wieder so ein Überraschungsmoment. Wir entdeckten in dem Schuhregal ein paar Türkisblaue Highheels. Highheels gibt es ja wie Sand am Meer aber in so einer Farbe? Wir schauten uns wieder an und dachten beide dasselbe: Wir sind uns zwar nicht 100% sicher, aber für uns sind es MANOLO BLAHNIKS!!! Und so erreichte die Schnappatmung mal wieder ihren Höhepunkt. Am liebsten hätte ich auch einen kurzen Blick in die Mülltonne geworfen aber leider ging ständig wer vom Büro in den Stall, so dass ich nie unbeobachtet war.

Also ging es wieder in den Stall wo Markus grade eine Fotosession mit Leena machte. Nachdem auch wir ein Foto mit Leena und Markus hatten ging er zu Meredith um ein Interview für die FEI zu machen. Wir waren hin und weg von den Blicken die Meredith ihrem Markus schenkte wenn er gerade irgendetwas erzählt hatte und dann kam die Frage aller Fragen: „Do you think all these people are here because of you or the horses?“ Meredith wurde erst mal Knallrot xD (Hallo?! Natürlich sind die Pferde grandios aber Meredith und Markus toppen doch wohl alles) Naja Meredith antwortete dann verlegen, dass die meisten wohl wegen der Pferde hier sind. Ja neee is klar :-D.

Nach dem Interview wollte Meredith dann Shutterfly aus der Box holen damit mir noch Fotos machen konnten, allerdings blieb sie direkt vor unserer Nase im Getümmel stecken. Markus kam nun auch von Hinten und Kniff ihr in die Rippen als sich Meredith grad mit irgendwem unterhielt. Hach Herzschmerz alla Rosamunde Pilcher. Zu süß die beiden. Langsam bewegten sich die Massen aus dem Stall nach draußen und es wurden zahlreiche Fotos vom Pferd aller Pferde geschossen (Ich find Checkmate trotzdem besser:-P).

Es war mittlerweile schon relativ dunkel und viele waren schon gegangen. So entstand dann ein kleiner aber feiner Plausch mit Meredith in der Boxengasse als würde man sich schon Jahre kennen. Da wir nicht mehr viele waren wurde wir dann sogar mit einem Händeschütteln verabschieden. Im Auto angekommen war es dann wieder um uns geschehen. Wir realisierten das wir grade bei den Beerbaums waren, die halbe Hauseinrichtung kennen, den Stall usw. das wir uns vor Freude nur da saßen und grinsten.

Steffi öffnete dann ihre Präsenttüte die jeder bekommen hatte. Darin waren einige Pikeur und Eskadron Kataloge, 2 Pakete Pikeur Buntstifte und jetzt mal wieder ein Knaller: 2 Pikeur Labellos. Wir waren noch immer aus dem Häuschen als wir dann unsere Heimreise antraten. Der Deutsch-Amerikanische Freudentag wurde dann übrigens noch harmonisch abgerundet als uns auf der Autobahn 7 komplett beleuchtete Coca Cola Trucks entgegenkamen.



Eure Carina und Steffi