27.06.2008 - Jule zieht in einen neuen Stall

Valencia und Pepperoni ziehen um

Ich hatte mir aufgrund verschiedenster Dinge schon mal öfter Gedanken über einen Stallwechsel gemacht. Der ausschlaggebende Punkt war dann, dass ich einen Stall direkt beim meinem „alten Stall“ um die Ecke fand, der Vollpension anbot und dabei ein super Preis-/Leistungsverhältnis hat. Ich kurzerhand dorthin, angeguckt, zugesagt. Wann findet man schon mal einen Stall der einem zusagt, bezahlbar ist und dann auch noch direkt zwei Boxen frei hat? Also musste ich einfach zuschlagen. Ich stand ja an einem Selbstversorgerstall, was neben Vollzeit-Job und Abendstudium einfach kaum noch zu bewerkstelligen war. Am 27.06.2008 sollte es soweit sein.

Der große Tag des Umzuges kam schneller als erwartet. Ein Stallkollege von mir hatte sich angeboten meine Pferde dort hinzubringen, denn zum Laufen war es dann doch etwas weit. Der Hänger wurde fertig gemacht und alles war eingepackt. Es konnte losgehen. Pepperoni ab auf den Hänger, eine Sache von 20 Sekunden, alles klar.

Wir hatten unsere Rechnung ohne mein Charakterpferd Valencia gemacht. Nicht, dass sie Angst vor dem Hänger hat. NEIN, die hat sie nicht. Madame war nur an diesem Tag nicht in Stimmung; es passte nicht in ihren Tagesablauf und so kam es, dass sie immer auf der Rampe stehen blieb, bzw. nur zu Hälfte rein ging, um dann wieder raus zu gehen. Und ich immer und immer wieder eine Volte und wieder auf den Hänger zu, Rampe, STOP, rückwärts. Dieses Spielchen machten wir geschätzte 100 Mal. Alles andere war interessanter. Währendessen stand die kleine Pepperoni ganz lieb und ruhig im Hänger und wartete und wartete und wartete. Ich hätte sie am liebsten noch mal raus gestellt, hatte aber Bedenken, dass sie dann auch nicht mehr rein will. Irgendwann hatte ne Stallfreundin von mir die Schnauze voll. (das hatte ich schon lange, blieb aber ruhig, bringt ja nichts sich aufzuregen). Sie nahm die Sache in die Hand und ging mal ein wenig „härter“ an die Sache ran. Und siehe da, Valencia ließ sich relativ schnell überreden und stand – TATSACHE – im Hänger.

Jetzt ging alles ganz schnell, Stange zu, Rampe hoch, in die Autos, los!

Als wir am neuen Stall ankamen, luden wir sofort ab, was sich aber als total unkompliziert heraus stellte. Beide Hottis gingen langsam und ganz ruhig aus dem Hänger und konnten ihr Boxen beziehen. Da sie ja bis dato 24 Stunden auf der Wiese standen kam ihnen das ein wenig spanisch vor, das vorhandene Heu in der Box spendete aber Trost *g*.

Wir fuhren derweil noch schnell meinen eigens bei Ebay ersteigerten Sattelschrank bei mir zu Hause abholen, den ich natürlich noch am gleichen Abend einräumen musste, da ja alles in meinem Auto gelagert war und nur noch so gerade eben der Fahrersitz zu sehen war.

Als ich abends um halb zehn nach Hause kam, war ich fix und alle und ging gleich schlafen.

Jetzt haben sich die Hottis so langsam eingewöhnt und fühlen sich wohl. Auch ich bin so langsam am neuen Stall „angekommen“.

Eure Julia